Donnerstag, 6. Dezember 2007

Eigenes Weltraumlabor zum Nikolaus für Europa: Gesamtkosten 880 Millionen Euro

  • Fähre transportiert das Forschungsmodul "Columbus"
  • Deutschland trug 41 Prozent der Entwicklungskosten

Mit dem Start des US-Shuttles "Atlantis" erfüllt sich die europäische Raumfahrt den Traum eines eigenen Labors im Weltall: Die Fähre transportiert das Forschungsmodul "Columbus" zu der Station ISS. Die europäische Raumfahrtbehörde ESA wird mit dem Labor erstmals selbst bestimmen können, wann sie welche Experimente ausführt. An Bord der "Atlantis" sind zwei ESA-Astronauten, Hans Schlegel aus Deutschland und Leopold Eyharts aus Frankreich.

"Columbus" ist ein etwa sieben Meter langer Zylinder mit einem Durchmesser von 4,5 Metern. Die Gesamtkosten für das Modul betrugen 880 Millionen Euro, Deutschland trug 41 Prozent der Entwicklungskosten. Langfristig ist eine kommerzielle Nutzung geplant. Das Labor hatte ursprünglich 2002 ins All gebracht werden sollen. Der Start wurde jedoch mehrfach verschoben, unter anderem wegen der Neuordnung des Shuttle-Projekts nach dem "Columbia"-Unglück. Der Start ist für 22.31 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant.

(apa/red)

6.12.2007 09:30