Freitag, 7. Dezember 2007

"Rot-roter Schul-Pallawatsch" fortgesetzt: Voves droht weiter mit Ausstieg aus Reform

  • Missethon an Gusenbauer: "Soll für Ordnung sorgen"
  • Steirische Grüne fordern schnelle Lösungen

Nach der Ankündigung von Landeshauptmann Voves, dass die Neue Mittelschule in den drei steirischen Modellregionen für 2008/09 abgesagt würde, wenn vom Unterrichtsministerium nicht die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden, hat es vorläufig keine Bewegung gegeben. ÖVP-Generalsekretär Missethon forderte Kanzler Gusenbauer auf, "in seinem roten Flohzirkus für Ordnung zu sorgen".

Voves hatte gemeinsam mit Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz in einem sehr emotionalen Appell die Ministerin aufgefordert, für die Bereitstellung der konzipierten Mehrstunden in den 23 Schulen mit 61 Klassen - exklusive den bestehenden Schulverbund Graz-West - zu sorgen. Es gehe um zwei bis drei Mio. Euro oder umgelegt 15 bis 20 Lehrerposten. In den Beamtenverhandlungen waren nur sechs statt der geforderten zwölf Stunden pro Klasse genehmigt worden.

ÖVP-Generalsekretär Missethon nannte die Voves-Pressekonferenz einen "peinlichen Auftritt". Es sei eine Zumutung, wenn die SPÖ "ihre internen Differenzen in der Bildungspolitik mit persönlichen Beschimpfungen, die sich SPÖ-Granden gegenseitig an den Kopf werfen, auf dem Rücken der Schüler, Eltern und Lehrer austrägt".

Grünen-Landessprecher Kogler sprach von einem "rot-rotem Schul- Pallawatsch" und forderte "Lösungen statt Watschentanz- Inszenierungen". "Tatsächlich muss der Bund die zugesagten Mittel zur Verfügung stellen", sagte Kogler, die "Zeltfestparolen" von Voves seien aber überflüssig".

Vorarlberg: Alles wie geplant
Das Modell "Vorarlberger Mittelschule in den Vorarlberger Hauptschulen" wird im kommenden Schuljahr 2008/09 wie geplant durchgeführt. Das hat am Freitag Vorarlbergs Schullandesrat Siegi Stemer angesichts des Konflikts der Steiermark mit dem Bundesministerium betont. Die Verhandlungen Vorarlbergs mit dem Bund verliefen gut, sagte Stemer gegenüber der APA. So sei auch klar, dass das Ministerium einen erheblichen Teil der benötigten Ressourcen beisteuern werde.
(apa/red)

7.12.2007 13:22