Dienstag, 4. Dezember 2007

Industriewachstum schwächelt weiterhin: Auftragseingänge nehmen nur spärlich zu

  • Industrieproduktion im 3. Quartal '07 auf 5 % halbiert
  • Erfreulich entwickelte sich allerdings die Export-Lage

Die Industrieproduktion hat sich im ersten Halbjahr 2007 im Jahresvergleich deutlich abgeschwächt und wird sich auch im 3. Quartal auf plus 5 Prozent halbieren. Die Beschäftigung wächst weiter und wird wie in den ersten sechs Monaten um knapp einen halben Prozentpunkt zulegen. Stütze der heimischen Industriekonjunktur ist wie in der Vergangenheit der Export.

Im Detail erhöhte sich die abgesetzte Industrieproduktion in der ersten Jahreshälfte 2007 von ihrem hohen Niveau des vergangenen Jahres um nominell 4,9 Prozent. Damit war das Wachstum nur halb so dynamisch wie im ersten Halbjahr des Vorjahres, als die Industrieproduktion noch um 9,8 Prozent zulegte. Getragen wird das Wachstum vor allem von den Branchen Maschinen & Metallwaren, Bergwerke und Eisenerzeugung sowie der Holzindustrie.

2007: Leichtes Beschäftigungsplus
Während die Industriebeschäftigung im Vorjahr mit 413.157 Mitarbeitern auf dem Stand des Vorjahres stagnierte, gab es heuer ein leichtes Beschäftigungsplus. Das Eigenpersonal der heimischen Industrie stieg im ersten Halbjahr 2007 im Jahresvergleich um 0,4 Prozent, rechnet man das Fremdpersonal dazu, lag die Industriebeschäftigung um 1,2 Prozent über dem Vorjahr.

Auftragseingänge in Industrie eher mau
Gedämpft entwickelten sich auch die Auftragseingänge der Industrie. Im ersten Halbjahr 2007 betrug der Zuwachs 3,9 Prozent, für das 3. Quartal wird eine Steigerung um 5 Prozent erwartet. Im Vergleich dazu wuchsen die Industrieauftragseingänge im Gesamtjahr 2006 um nominell 12,0 Prozent auf 81,16 Mrd. Euro.

Exporte nahmen zu
Erfreulich entwickelten sich heuer die Exporte: In den ersten acht Monaten d.J. legten die Ausfuhren um 10,3 Prozent auf 73,5 Mrd. Euro zu. 2006 hatte das Exportplus 9,5 Prozent betragen. 72 Prozent der heimischen Ausfuhren gehen in den EU-Binnenmarkt, je 7 Prozent nach Amerika und nach Asien. Da die Importe im selben Zeitraum nur um 7,8 Prozent anstiegen, wies die Handelsbilanz in den ersten acht Monaten ein Aktivum von 0,7 Mrd. Euro aus. (APA/red)

4.12.2007 11:58