3.12.2007 16:20

Tirol freut sich über Losglück: Zufriedene Gesichter in Innsbruck nach der Auslosung

  • Schweden, Russland und Spanien gut für Wirtschaft
  • Verkehr- und Sicherheitsplanung werden einfacher

Von Traumlos sprach niemand, aber trotzdem äußerst zufrieden mit der Auslosung haben sich die Tiroler EURO-Koordinatoren gezeigt. Die bisherige Planung für die Abwicklung der drei Vorrundenspiele der Gruppe D mit Schweden, Russland und Spanien in Innsbruck (Griechenland spielt nur in Salzburg) müsse nicht über den Haufen geworfen werden, für die Abwicklung des Verkehrs hätte das Los den Innsbruckern sogar viele Sorgen genommen.

"Wir rechnen damit, dass die anreisenden Fans hauptsächlich mit Flugzeugen und dem öffentlichen Verkehr anreisen werden", sagte Innsbrucks Host-City-Koordinator Christoph Platzgummer.

In Innsbruck rechnet man, dass man mit den von der UEFA vorgeschriebenen und in Hall und in Zirl geplanten Auffangparkplätzen das Auskommen finden werde. "Die möglichen zusätzlichen Parkplätze und geplanten Überkapazitäten werden wir nicht brauchen", kündigte Platzgummer an. Er berief sich auf statistisches Zahlenmaterial und Erfahrungswerte der WM 2006 in Deutschland.

"Tirol, Herz der Alpen"
"Hier schlägt das Herz" - das Innsbruck-Tirol-Logo für die EM in Abwandlung des alten Leitspruchs "Tirol, Herz der Alpen" - habe mit der Auslosung eine neue Bedeutung gefunden: Mit Russland ist der östlichste EM-Teilnehmer in Innsbruck und Salzburg zu Gast, mit Schweden der nördlichste, mit Spanien fast der westlichste und mit Griechenland der südlichste. "Trotzdem rechnen wir mit 80.000 Besuchern an den drei Spieltagen", sagte Platzgummer.

Auch aus Sicherheitsüberlegungen sei das Los für Innsbruck hervorragend. "Es kommen Nationen zu uns, bei deren Fans es noch nie zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen ist", so Innsbrucks EURO-Koordinator. "Spanier zelebrieren sowieso ihren Fußball. Schweden sind extrem friedliche Fans, das habe ich in Deutschland selbst erlebt, und auch mit Russland sollte es keine Schwierigkeiten geben."

Ebenfalls von Auslosungsglück sprach Tirols-EURO-Koordinator Hannes Bodner: "Wir haben drei Nationen zu Gast, die aus wirtschaftlicher und touristischer Sicht zu unseren großen Hoffnungsmärkten zählen". Bodner verwies darauf, dass bereits jährlich 320.000 Russen in Tirol ihren Urlaub verbringen, dass im Winter das Tiroler Unterland fest in schwedischer Hand sei und dass gerade in Spanien der Städtetourismus boome.

Bodner rechnet mit langer Verweildauer der Fans
Dadurch, dass Fans aus den drei Nationen eine weite Anreise in Kauf nehmen müssen, rechnet Bodner mit einer langen Verweildauer in Tirol. "In Deutschland bei der WM blieben die Fans im Schnitt 9,5 Tage, mit einem ähnlichen Zeitraum rechne ich auch", sagte Tirols Wirtschaftslandesrat. Jedenfalls habe es eine Stunde nach der Auslosung bereits Quartier-Anfragen von schwedischen Reiseveranstaltern gegeben.

Auch Josef Margreiter, Chef der Tirol-Werbung, war nach der Auslosung zufrieden: "Wir haben zwar nicht einen unserer touristischen Kernmärkte, dafür aber mit Russland, Schweden und Spanien einen sportlich und kulturell hochattraktiven Nationen-Mix mit insgesamt sehr erfreulichem Zukunftspotenzial für unseren Sommertourismus gezogen".

Mit einer Roadshow in Stockholm, Moskau und Madrid - gemeinsam organisiert von Tirol-Werbung und Tiroler Zukunftsstiftung - soll ab Jänner der Markt in den drei Ländern bearbeitet werden.

(apa/red)

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3.12.2007 16:20
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