Klagenfurt besorgt nach der EM-Auslosung:
"Bei Sicherheit darf nicht gespart werden"
- Bürgermeister Scheucher ist für berittene Polizei
- Sehr positive Auswirkungen für Tourismus erwartet
Die Themen Sicherheit sowie der zu erwartende Massenandrang von Fans hat die Diskussionen in Kärnten nach der Auslosung für die EURO 2008, dominiert. Das Losglück brachte Kroatien, Deutschland und Polen in die Gruppe B nach Klagenfurt. "Besonders bei der Sicherheit darf nicht gespart werden", erklärte Bürgermeister Harald Scheucher vor Journalisten.
Scheucher kündigte an, das persönliche Gespräch mit Innenminister Günther Platter suchen zu wollen und gegebenenfalls "berittene Polizei" anzufordern. Immerhin wolle man in Klagenfurt ein friedliches Fußballfest garantieren. Berittene Polizeieinheiten seien derzeit nicht vorgesehen, sagte Polizeisprecher Gottlieb Türk. Die genauen Überlegungen seitens der Exekutive zu den Gästemannschaften in Klagenfurt würden noch der Öffentlichkeit präsentiert.
Touristisch erwartet sich Scheucher "sehr positive Auswirkungen" für das südlichste Bundesland. Deutschland habe man sich diesbezüglich Tourismus "nur wünschen können", Polen sei ein Hoffnungsmarkt und Kroatien - wie Kärnten - eingebettet in den Alpen-Adria-Raum.
Zeltstadt für 10.000 Personen geplant
Auf das Ergebnis der Auslosung wurde in Klagenfurt übrigens sehr rasch reagiert. Seitdem werden Besucher der Stadt-Homepage auch auf Kroatisch und Polnisch begrüßt. Und in Kürze wird die gesamte Internetseite in beiden Sprachen verfügbar sein. Online-Buchungen sind schon jetzt möglich. Im Call-Center wird ebenfalls sehr rasch neben Englisch und Deutsch auch Kroatisch und Polnisch gesprochen werden.
Wie groß der Besucheransturm in Klagenfurt letztlich sein werde, müsse erst genau analysiert werden. Pläne für eine zusätzliche Zeltstadt für 10.000 Personen in der Nähe des Flughafens würden jedoch bereits gewälzt, erklärte OK-Chef Arnulf Rainer. Man wolle nichts dem Zufall überlassen. Neben der bereits angekündigten engen Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei werde man sich nun auch um verstärkten Kontakt zu kroatischen und polnischen Behörden bemühen.
(apa/red)
CASHPOINT - Wollen wir wetten?











