3.12.2007 16:41

Salzburgs Bürgermeister zur EM-Auslosung:
"Wir erwarten nette und freundliche Fans"

  • Salzburg-Airport ist für EURO-Ansturm gut gerüstet
  • Vermutlich kein Preisschub in heimischer Hotellerie

"Fans, you'll be friends", dieses Motto rief Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden nach der Auslosung für die EURO 2008 aus, die Titelverteidiger Griechenland, Spanien, Schweden und Russland in die Gruppe D nach Salzburg brachte. "Die Problem-Nationen kommen nicht nach Salzburg, wir erwarten nette und freundliche Fans und werden sie mit offenen Armen empfangen", betonte der Bürgermeister.

Die Fans aus Schweden, Russland, Griechenland und Spanien gelten laut Schaden als "fußballnarrisch" aber friedlich, es gebe also keinerlei Grund zur übertriebenen Sorge. "Wir freuen uns auf die Gastgeberrolle und werden beweisen, dass sich Sport, Kultur und Gastfreundschaft bestens vertragen", kündigte Schaden an.

Am 10. Juni spielt Griechenland gegen Schweden, am 14. Juni Russland gegen Schweden und am 18. Juni wird Griechenland im letzten Gruppenspiel im EM-Stadion Wals-Siezenheim auf Spanien treffen. Bis zu 15.000 Fans werden erwartet pro Match und Nation, auch aus Spanien werden es einige Tausend sein. Kaum kleiner wird der Andrang an den Tagen zwischen den Spielen in der Public-Viewing-Zone auf den drei Altstadt-Plätzen sein.

Salzburger Airport bestens gerüstet
Zwar werden viele der 3,5 Mio. griechisch-stämmigen Deutschen mit dem Auto kommen, der Großteil der Fans aus Schweden, Russland, Griechenland und Spanien werde aber mit dem Flugzeug anreisen, wie Herbert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH (TSG) erläuterte: "Es wird zugehen am Flughafen, natürlich werden wir die Reiseveranstalter in unseren EURO-Nationen dabei unterstützen, Kontingente aufzustocken. Aber die Frequenz eines starken Charter-Wochenendes im Ski-Winter werden wir trotzdem nicht erreichen, weil sich der Ansturm auf mehrere Flughäfen von Linz bis München verteilen wird."

Der Salzburg Airport betonte in einer Aussendung, dass der Flughafen für den Fan-Ansturm sowohl logistisch als auch sicherheitstechnisch bestens gerüstet sei. Umbauten seien nicht nötig, auch mit groben Behinderungen für Nicht-Fußball-Gäste rechnet der Salzburg Airport nicht.

Salzburg europaweit platzieren
Wie viele Fans genau nach Salzburg kommen und hier übernachten werden, kann laut Brugger kaum geschätzt werden. "Es ist unseriös, jetzt von zusätzlichen 100.000 oder 300.000 Nächtigungen zu reden. Wir wissen ja noch nicht, ob nicht der normale Juni-Gast ausweichen und woanders urlauben wird", erklärte Brugger, der die Info-Materialien über Salzburg jetzt auf griechisch nachrüsten und rund 150 Journalisten aus den Salzburger EURO-Ländern zum Kennenlernen der Stadt einladen will. "Jetzt haben wir die Chance, nicht nur die Menschen hier bei uns in Salzburg von unserer Stadt zu überzeugen, sondern europaweit Bilder, Texte und Filme über Salzburg in Magazinen, im Fernsehen, Verlagen, Zeitschriften und Zeitungen zu platzieren."

Und Host-City-Geschäftsführer Wolfgang Weiss hat angekündigt, vor allem die Wege vom Flughafen zum Stadion und zur Fan-Zone mit Verkehrslotsen und Megafonen zu regeln, detaillierte Verkehrskonzepte sollen jetzt ausgearbeitet werden. Mit gröberen Preisschüben in der Hotellerie rechnet Brugger nicht. Dennoch appelliert er an die heimischen Gastwirte, rechtzeitig Kontingente zu vernünftigen Preisen zur Verfügung zu stellen.

Freiwillige Helfer gesucht
Der Host City Verein sucht jetzt Freiwillige Helfer mit Sprachkenntnissen der Salzburger EURO-Gäste und hat eine Service Hotline mit der Nummer 0662 / 2008 für alle EURO-Angelegenheiten eingerichtet.

(apa/red)

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3.12.2007 16:41
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