ÖFB glaubt an "Wunder Aufstieg": Team
läuft für den EURO-Feinschliff die Zeit davon
- Ludwig: "Die EURO geht jetzt für uns richtig los"
- Generalsekretär will nichts von Cordoba 1978 hören

·Hurra, Deutschland! Cordoba lässt grüßen
ÖFB in Gruppe B auch
gegen Kroatien und Polen
·Hickersberger über die Gruppenauslosung
KLICKEN: ÖFB-Teamchef zu Löw und Cordoba
·"Es hätte schlimmer kommen können"
Reaktionen zur Auslosung
der "Österreich-Gruppe"
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Österreich - Kroatien - Deutschland - Polen
Während die Fans nach der Gruppeneinteilung dem Beginn der EURO 2008 entgegenfiebern, gilt es für Österreichs Fußball-Verband (ÖFB) das verbleibende halbe Jahr bis zum Anpfiff der Heim-EM perfekt zu nutzen. "Die EURO geht jetzt für uns richtig los. Wir müssen nun den Feinschliff machen", betonte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig.
Da gilt es nicht nur etwa DVDs von den kommenden EURO-Gegnern zu besorgen, sondern auch schon im Hinblick auf die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika die Weichen zu stellen. Schließlich spielen im von Ludwig als "Todesgruppe" bezeichneten Pool C in Zürich und Bern auch die kommenden ÖFB-Quali-Gegner Rumänien und Frankreich. "Deshalb brauchen wir in der Schweiz auch mindestens einen Mann, der diese beiden Mannschaften dort beobachtet. Und angesichts der Fan-Lawine, die aus den Niederlanden sowie den Nachbarländern Italien und Frankreich in die Schweiz einrollen wird, müssen dafür jetzt schon so schnell wie möglich Flüge und Unterkünfte gebucht werden", erklärte der ÖFB-Generalsekretär im Gespräch.
Letzte Details müssen geklärt werden
Außerdem seien noch die letzten Details für die Vorbereitung im EM-Jahr 2008 zu klären, in dem vier EURO-Testspiele für die Mannschaft von Teamchef Josef Hickersberger auf dem Plan stehen: Am 6. Februar gegen den EM-Gegner Deutschland, am 26. März erneut im Happel-Stadion in Wien gegen Ex-Europameister Niederlande und am 27. Mai gegen Nigeria entweder in Linz oder Graz. Der vierte und letzte Konkurrent für die finale EURO-Generalprobe am 30. Mai muss noch gefunden werden, wobei Ludwig jetzt schon weiß: "Hickersberger will einen Gegner, der in die Situation passt."
Mit Österreichs Los für die Heim-EM zeigte sich der Generalsekretär nicht unzufrieden. "Uns war bewusst, dass es bei den zwölf Top-Nationen, die uns zugelost werden konnten, keine Wunschgruppe gibt. Für den Aufstieg ins Viertelfinale sind vier Punkte notwendig. Die Spielreihenfolge mit Kroatien, Polen und Deutschland ist nicht schlecht für uns. Wenn wir im ersten Spiel über uns hinauswachsen und nicht verlieren, dann halte ich alles für möglich", lautete die Einschätzung von Ludwig.
"Wunder Aufstieg kann passieren"
Wie Kroatien ist auch Polen laut dem Spitzenfunktionär "eine sehr starke Mannschaft, aber nicht unbezwingbar. Sollte alles aufgehen, haben wir auch gegen Polen eine Chance. Wenn also alles passt, dann kann das Wunder Aufstieg passieren."
Und was das abschließende Gruppenmatch gegen Deutschland angeht, will der ÖFB-General auf keinen Fall den Mythos Cordoba 1978 beschwören. "Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören, denn das ist fast 30 Jahre her, in denen soviel passiert ist. Jetzt geht es um die EURO 2008, bei der wir Außenseiter sind, alles andere ist unsinnig. Aber natürlich ist das Deutschland-Spiel für uns eine Möglichkeit, gegen einen großen Gegner zu bestehen", sagte Ludwig und warnte angesichts der wohl bevorstehenden "Medienschlacht", den Wirbel um dieses Duell noch größer zu machen. "Man sollte gut überlegen, was man sagt."
Daneben erwartet Ludwig vor allem "sehr große Fan-Bewegungen durch die geografische Nähe zu Deutschland und Kroatien. Vor allem nach Klagenfurt, wo die Deutschen und Kroaten jeweils zwei Spiele austragen, werden die Massen pilgern. "Am Wörthersee wird eine Riesenparty steigen", prophezeite Ludwig, der Kärntens Landeshauptstadt als "großen Sieger" der Auslosung bezeichnete. "Aber auch Salzburg und Innsbruck haben keine schlechte Gruppe. König Otto (Rehhagel) wird mit Titelverteidiger Griechenland Salzburg übernehmen, und in Innsbruck gibt es zweimal Spanien und auch Schweden mit seinen überaus sympathischen Fans zu sehen."
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(apa/red)










