3.12.2007 15:11

Deutschland will zum EM-Titel pendeln: Löw hält an Team-Quartier in der Schweiz fest

  • "Quartierfrage wurde von uns unabhängig angelegt"
  • PLUS: Tschechen überlegen aber Bleibe in Österreich

Feudal logieren in der Schweiz, erfolgreich spielen in Österreich: Obwohl die deutsche Nationalmannschaft nach dem Glückslos von Luzern mit den Gruppengegnern Österreich, Kroatien und Polen bei optimalem Verlauf der EURO 2008 gleich fünf von insgesamt sechs Partien in Wien und Klagenfurt bestreiten würde, hält Joachim Löw am Pendeln zwischen den beiden Alpen-Ländern fest.

Der deutsche Bundestrainer verteidigte nach der Einteilung in Gruppe B die schon vor der Auslosung ausgewählte Unterkunft in Ascona. "Die Quartierfrage war von uns unabhängig davon angelegt worden, wo wir spielen. Wir wollten einen Fixplatz haben, weil die Entfernungen zwischen beiden Ländern nicht allzu groß sind. Und es wird keine Veränderungen mehr geben", erklärte Löw am Sonntag in Luzern.

Mit dem Fünf-Sterne-Hotel "Giardino" am Lago Maggiore im Tessin, wo eine Nacht in der Suite Morgensonne für 500 Euro angeboten wird, und dem Trainingszentrum in Tenero glaubt Löw "das Optimale für uns" gefunden zu haben. Die 420 km Luftlinie zwischen dem nahe gelegenen Flughafen Lugano und Klagenfurt, wo die DFB-Auswahl die ersten zwei Partien gegen Polen (8. Juni) und Kroatien (12. Juni) bestreitet, stellen aus DFB-Sicht kein Problem dar.

"Es macht keinen Unterschied, ob wir - wie bei der WM - von Berlin nach München fliegen, oder von Lugano nach Klagenfurt", meinte Löw. Auch für das letzte Gruppenspiel am 16. Juni (20.45 Uhr) gegen Österreich im 639 Kilometer entfernten Wien wird der DFB einen kleinen Jet chartern, der Mannschaft und Betreuer direkt nach dem Spiel wieder zurück in die Schweiz bringt. Wird die DFB-Auswahl in ihrer Gruppe Erster, müsste sie im Viertelfinale wieder nach Wien reisen, allein im Halbfinale würden die deutschen Grenzgänger in Basel ein "Heimspiel" bestreiten.

Tschechien könnte den umgekehrten Weg wie Deutschland und auch Schweden gehen - Quartier in Österreich, Spiele in der Schweiz. Der tschechische Teamchef Karel Brückner hat sich hinsichtlich der Wahl des Quartierortes noch zugeknöpft gegeben, auch Österreich komme infrage. "Wir hätten Gruppe D lieber gehabt, da wir in der dortigen Umgebung schon Erfahrungen mit Innsbruck und Seefeld gesammelt haben", erklärte Brückner. Tschechien schlägt seine Trainingslager traditionell im Tiroler Wintersportort Seefeld auf. Eine Entscheidung werde bis 9. Dezember bekanntgegeben.

(apa/red)

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3.12.2007 15:11
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