Sturm Graz greift nach der Tabellenspitze:
Führung bei Auswärtssieg gegen die Austria
- Austrianer suchen nach UEFA-Debakel Rehabilitierung
- Thomas Parits fordert "Wiedergutmachung hoch fünf"
Das Spiel gibt's ab 15.30 Uhr live im networld-Ticker

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Nur drei Tage nach der neuerlichen UEFA-Cup-Ernüchterung wartet auf die Wiener Austria heute der Fußball-Bundesliga-Gipfel daheim gegen Verfolger Sturm Graz (15.30 Uhr, live ORF 1 und Premiere Austria). General-Manager Thomas Parits drückte aus, was Clubspitze und Fans von den violetten Kickern erwarten: "Wiedergutmachung. Und zwar Wiedergutmachung hoch fünf." Sollte die in den jüngsten zehn Pflichtspielen nur einmal siegreiche Austria verlieren, wäre Platz eins weg und Sturm Tabellenführer. (Verfolgen Sie das Spiel ab 15.30 Uhr live im networld-Ticker!)
"Wir haben uns im Herbst sehr viel erarbeitet. Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht alles kaputt machen. Wenn wir so eine Leistung wie gegen Panionios zeigen, werden wir gegen Sturm große Probleme bekommen", warnte Trainer Georg Zellhofer und fügte hinzu: "Wir dürfen uns nicht hinter dem Einser in der Tabelle verstecken."
Außerdem erwartet der Oberösterreicher von seinen Akteuren "mehr Demut, Eigenkritik und Siegermentalität". "Ärmel hoch, grüner Rasen, Vollgas", will Zellhofer seine Schützlinge vor der Winterpause noch einmal richtig wachrütteln.
Austrianer werden kaserniert
Über Konsequenzen nach dem von der Leistung her blamablen 0:1 gegen Panionios Athen wird bereits "ausschließlich intern" (Zellhofer) diskutiert, die Aufarbeitung hat bereits intensiv begonnen. Doch Parits weiß: "Wir müssen die Spieler bis Sonntag auf Vordermann bringen. Und wir werden ganz sicher die richtigen Worte finden." Zudem sollen Jocelyn Blanchard und Co. vor dem Liga-Hit "kaserniert" werden.
Der deutliche Eindruck nach dem Panionios-Match war, dass sich die Clubführung mit Parits, Manager Markus Kraetschmer und Zellhofer die Pleite deutlich mehr zu Herzen nahm als die Mannschaft. Kraetschmer, der zum Match gegen die Athener zahlreiche honorige Mitglieder und Sponsoren geladen hatte, genierte sich etwa laut eigenen Angaben am Donnerstag im VIP-Club bis auf die Knochen.
Geschäftsschädigung
"Das war echte Geschäftsschädigung. Ein absolut blamabler Abend", so der Manager. Umso heftiger stießen Parits und Co. die Aussagen einiger Spieler nach Schlusspfiff auf. Frei nach dem Motto "Wir sind eben zu schwach für den UEFA Cup". "Völliger Schwachsinn. Helsingborg und Panionios waren absolut unserer Kragenweite. Wir haben einfach nur schlecht gespielt", meinte etwa Parits. Kraetschmer hat die gleiche Meinung. "Dass uns Helsingborg und Panionios beweisen, dass wir nicht UEFA-Cup-tauglich sind, will ich nicht akzeptieren."
In einer eher schlaflosen Nacht suchte Zellhofer auch nach Fehlern bei sich selbst. "Natürlich hinterfragt man sich. Vielleicht habe ich die Spieler müde geredet, ihnen eine Ausrede gegeben. Aber das ist leider in der Öffentlichkeit völlig falsch interpretiert worden. Ich habe nur betont, dass unsere Teamspieler in dieser Phase extrem viel gespielt haben. Und dazu stehe ich."
(apa/red)
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