Verletzter Svindal darf endlich nach Hause:
Ein Privatjet bringt ihn heim nach Norwegen
- Kirchgasser mit Knieschmerzen im Spital untersucht
- Schmerzen nach kapitalem Sturz beim Slalomtraining

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Die gute Nachricht: Aksel Lund Svindal darf nun doch schon früher als gedacht heim nach Norwegen. Die schlechte: Michaela Kirchgasser erfuhr dies bei einem unfreiwilligen Besuch der Steadman -Hawkins-Klinik in Vail, wo sie wegen ihrer im Training erlittenen Knieverletzung untersucht worden war. Die Salzburgerin bangt um ihren Start beim Slalom am Sonntag in Aspen.
Wenn sie tatsächlich passen muss, ist die 22-jährige Salzburgerin einer der größeren Pechvögel der bisherigen Saison. Wegen ihrer Ende Oktober erlittenen Bänderrisse im Knöchel hatte sie den Weltcup- Slalom auf der Reiteralm verpasst, war aber nur dreieinhalb Wochen später in Panorama schon wieder gestartet und im Slalom gleich Achte geworden.
Das neuerliche Malheur passierte beim Slalomtraining der ÖSV-Damen in Keystone. Ein Einfädler, ein kapitaler Sturz und dann zunächst die Sorge um den erneut schmerzenden Knöchel. "Als ich dann wieder in den Ski hinein bin, hat es aber auch einen Stich im rechten Knie gegeben", berichtete Kirchgasser, nachdem sie zu nächtlicher Stunde humpelnd in Aspen eingetroffen war.
Neue Verletzungen
Zuvor war sie im Vail Valley Medical Center, in dem auch Svindal seit seinem schweren Sturz am 27. November im ersten Abfahrtstraining von Beaver Creek wegen seiner schweren Verletzungen behandelt wird, untersucht worden. "Es war nicht ganz klar, welche Verletzungen neu und welche alt sind", berichtete die 22-Jährige, die bei dem Sturz eine Kreuzband- und Meniskusverletzung erlitten hatte. "Der Meniskus ist vermutlich aber eher frisch."
Kirchgasser pausierte deshalb. "Ich werde später Skifahren probieren und schauen, wie es geht. Es wäre aber ein Blödsinn zu starten, wenn ich mich unsicher fühle", legte sich die Salzburgerin fest. "Wenn sie keine Schmerzen hat, kann sie starten. Aus ärztlicher Sicht steht dem im Augenblick nichts entgegen", meinte ÖSV-Damenchef Herbert Mandl.
Wenn Kirchgasser aber doch ausfällt, tritt Österreichs Damenteam mit einer Rumpftruppe zum dritten Saisonslalom an. Auch Elisabeth Görgl, Andrea Fischbacher und Anna Fenninger werden nicht aufgeboten.
Svindal darf heim
Kirchgasser nutzt ihren Aufenthalt in Vail zu einem kurzen Besuch bei Svindal. Dabei habe dessen Vater Björn verraten, dass der Weltcup-Gesamtsieger die Klinik verlassen dürfe. Das wurde auch von der Klinik bestätigt.
Angeblich wird der Norweger, der Knochenbrüche im Gesicht und eine schwere Unterleibsverletzung erlitten hat, mit einem Privatjet zurück nach Norwegen geflogen. Kurz davor hatte es geheißen, der Doppelweltmeister sei immer noch transportunfähig und könne erst kommende Woche die Klinik verlassen. "Er schaut aber nicht wirklich besser aus und wird auch relativ schnell müde", berichtete Kirchgasser.
(apa/red)
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