Maier fehlt bei RTL in Bad Kleinkirchheim:
"Wenn man so will, ist es ein Teilrückzug"
- "Herminator" hält sich an seinen Saison-Fahrplan
- Kündigte an, sich auf Speed-Rennen zu konzentrieren
Auch wenn es für die Veranstalter der Weltcup-Herren-Bewerbe in Bad Kleinkirchheim schade ist, dass Superstar Hermann Maier fehlen wird, der Salzburger Doppel-Olympiasieger hält sich mit dem Riesentorlauf-Verzicht aber nur an seinen Saison-Fahrplan. Dass sich seine einzigartige Karriere deshalb rasant dem Ende zuneigt, wie heftig spekuliert wird, trifft nicht zu.
"Keinesfalls. Aber wenn man so will, ist es ein Teilrückzug, den er schon vor Saisonbeginn angekündigt hat, weil er sagte, dass er sich auf die Speedrennen konzentriert und den Riesentorlauf nur mitnimmt, wenn er reinpasst", erklärt Pressebetreuer Walter Delle-Karth.
Maier macht nach den Überseerennen eine kleine Pause, wird am Freitag seinen 35. Geburtstag feiern, am Sonntag und Montag wieder trainieren und am Dienstag nach Gröden abreisen. "Nach den Überseerennen ist für mich eine Pause wichtig, um mich zu regenerieren, ich werde mich auf die Speed-Rennen in Gröden konzentrieren", sagte Maier, der es bedauert, in den Kärntner Nockbergen, wo die Herren erstmals seit 1992 wieder Ski-Weltcupbewerbe bestreiten (Armin Assinger gewann vor 15 Jahren den Super-G vor Leonhard Stock), zu fehlen.
"Keine leichte Entscheidung"
"Es war eine kurzfristige und keine leichte Entscheidung, die ich schweren Herzens gefällt habe", beteuerte der vierfache Gesamtweltcupsieger, der am Montagabend nach dem Super-G in Beaver Creek von Denver aus die Reise nach Europa antrat und zu diesem Zeitpunkt noch selbst davon ausgegangen war, in Bad Kleinkirchheim dabei zu sein.
Das es nun doch anders ist, basiert aber auf keiner alleinigen Entscheidung des so verdienstvollen Riesentorläufers - in dieser Disziplin brachte er es auf Olympia-Gold 1998, Olympia-Bronze 2006, WM-Gold 2005, drei Weltcup-Kristallkugeln, 14 Weltcup-Siege -, sondern erfolgte nach Rücksprache mit Herren-Cheftrainer Toni Giger und Speed&Kombi-Chef Andreas Evers. "Nach den Strapazen muss er seinem Körper Zeit geben", meinte Evers, der seit vielen Jahren mit Maier arbeitet.
Hermann Maier hat in den bisherigen Saison-Riesentorläufen die Ränge 20 in Sölden (als siebentbester Österreicher) und 14 in Beaver Creek (als fünftbester) erreicht. "Dafür, dass ich fast keinen Riesentorlauf trainiert habe, war das echt gut. Ich habe nur dort verloren, wo die Piste weich war" und " Ich habe vor Sölden kaum Riesentorlauf trainiert und seitdem noch weniger", hatte Maier nach dem Colorado-Rennen gemeint.
Aber auch wenn die "volle Konzentration den Speed-Rennen" gilt, so hat der Flachauer den RTL noch nicht aus seinem Betätigungsfeld gestrichen. Nach Abfahrt und Super-G in Gröden (14./15. Dezember) will er auch wieder den Riesentorlauf in Alta Badia in Angriff nehmen (16. Dezember).
(apa/red)
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