Montag, 3. Dezember 2007

ÖSV-Damen mit starkem Speed-Auftakt:
Götschl und Meissnitzer liefern Highlights

  • Sensationelles Abfahrtscomeback der 'Speed-Queen'
  • Noch drei US-Rennen bis zur Rückkehr nach Europa

Mit einem Podestplatz durch die Zweite Renate Götschl in der Abfahrt und einem vierten Platz dank Alexandra Meissnitzer im Super-G als Ausbeute der ersten Speed-Rennen im laufenden Weltcupwinter sind die alpinen ÖSV-Damen von Lake Louise (Kanada) weiter nach Aspen (USA) gereist. Bevor es zurück nach Europa geht, stehen in Colorado noch eine Abfahrt, ein Super-G und ein Slalom auf dem Programm.

Für die Überraschung aus österreichischer Sicht hatte Götschl in der Abfahrt gesorgt. "Das war ein sensationelles Comeback. Dass Renate trotz ihres Trainingsrückstands und der schweren Verletzung jetzt schon wieder ganz vorne mit dabei ist, ist für uns ein wichtiges Zeichen", sagte ÖSV-Alpinchef Hans Pum. Dem Ziel, eine junge, starke Abfahrtsmannschaft aufzubauen, komme man auch näher, wie die "mannschaftlich starke Leistung zeigte." Dies wurde auch im Super-G prolongiert.

Götschl mit Super G-Manko
Warum Götschl im Super-G noch nicht so weit ist wie in der Abfahrt, kann die Speed-Queen, die ein Tor verpasste und ausschied, leicht erklären: "In der Abfahrt hatte ich drei Trainings vorher. Wenn ich im Super-G Speed aufnehme, komme ich noch nicht ganz zusammen, da habe ich ein bisserl ein Manko, ich werde daran arbeiten. Aber das macht nichts, mit dem Wochenende bin ich zufrieden, ich kann absolut positiv nach Aspen weiterfahren und freue mich darauf."

Der Sieg durch die die Schweizerin Martina Schild kam für Götschl nicht unerwartet. "Für mich ist sie keine Überraschung, wir haben in Sun Peaks zusammen trainiert. Sie hatte einige Laufbestzeiten und einige starke Schwünge." Die Premierensiegerin kämpfte mehr mit der Kälte von minus zwanzig Grad, denn mit der Piste: "Es war schwierig wegen der Kälte, aber schön, dass es oben ein Wärmezelt gab. Ich freue mich wieder auf Europa", sagte die 26-Jährige.

Meissnitzer genießt letztes Weltcupjahr
Ihr letztes Weltcupjahr genießen und Spaß am Skifahren haben will noch einmal Alexandra Meissnitzer. "Ich weiß, dass ich dabei bin. Alles ist eng beisammen, die eine oder andere Chance wird sich ergeben. Die Saison ist noch lange, ich werde schon noch aufs Stockerl kommen", sagte die Salzburgerin, die jene im Vorteil sah, die "im Flachen gut gleiten können". "Sehr zufrieden" nach Platz sechs im Super-G war Hosp, die im Gesamtweltcup hinter Marlies Schild Zweite ist. "Top Ten war mein Ziel, das habe ich erreicht. Aber die Saison hätte bisher besser laufen können."

Als Sechste im Super-G und Elfte in der Abfahrt hat Hosp gute Punkte gemacht, während Slalom-Königin Marlies Schild am Speed-Wochenende nur einen mageren Zähler einfuhr (30. Super-G, 37. Abfahrt).

(apa/red)

3.12.2007 11:23