Grausiger Babyleichen-Fund in Sachsen: Todesursache nach Obduktion weiter unklar
- Zustand der Leichen der Mädchen schon zu schlecht
- Mutter der drei Säuglinge bestreitet Vorwürfe

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Im Fall der drei Babyleichen aus Plauen in Sachsen kann die genaue Todesursache vorerst nicht ermittelt werden. Ein Sprecher der Chemnitzer Staatsanwaltschaft verwies auf die Obduktion von zwei der drei Babys. Aufgrund des Zustandes der Leichen könne nicht mehr gesagt werden, ob die Mädchen eines natürlichen Todes gestorben sind oder getötet wurden.
Die beiden Mädchen waren in den Jahren 2004 und 2005 geboren und in der Tiefkühltruhe und auf dem Balkon der Wohnung der 28-jährigen Mutter entdeckt worden. Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung hätten die Experten nicht gefunden, sagte der Sprecher. Eine toxikologische Untersuchung stehe aber noch aus. Die zuerst gefundene Leiche der 2002 geborenen Celine war bereits in der vergangenen Woche obduziert worden. Auch in ihrem Fall hatte sich zunächst keine Todesursache ermitteln lassen.
Mutter will Tat nicht begangen haben
Die Mutter der drei Säuglinge, gegen die Haftbefehl wegen Totschlagverdachts erlassen wurde, bestreitet die Vorwürfe weiterhin. Der Haftbefehl bleibe aber auch nach den Obduktionsergebnissen in Kraft, sagte der Sprecher. Nun soll mit Hilfe von DNA-Proben zweifelsfrei geklärt werden, wer die Eltern der toten Kinder sind. Die Frau hatte sich selbst als Mutter und ihren 28 Jahre alten Lebensgefährten als Vater der Mädchen angegeben.
Leichen in Tiefkühltrühe versteckt
Die Leichen der beiden 2004 und 2005 geborenen Mädchen hatte die Polizei in der Tiefkühltruhe und auf dem Balkon der Wohnung in dem Plauener Mehrfamiliengebäude gefunden, in dem die 28-Jährige lebte. Die Leiche von Celine war bereits in der vergangenen Woche in einem anderen Wohnhaus entdeckt worden. In einem Koffer hatte die 28-Jährige den toten Säugling im Keller ihrer Großmutter abgestellt, wie ein Sprecher sagte.
Im Fall von Celine habe der Lebensgefährte die Vaterschaft und die Geburt mitbekommen. Die Mutter habe das plötzliche Verschwinden des Mädchens damit erklärt, dass sie den Säugling während einer Montagefahrt des Mannes zur Adoption freigegeben habe. Dies habe ihr Lebensgefährte geglaubt, wie der Sprecher sagte. Bei der Polizei hatte die Frau erklärt, die Säuglinge seien plötzlich verstorben.
Nach Polizeiangaben wird im Zuge der Ermittlungen untersucht, ob es in dem Fall weitere Babyleichen gibt. Konkrete Hinweise gebe es aber derzeit nicht, betonte der Sprecher.
(apa/red)
