Heftige Stürme im Nordwesten der USA: Fünf Todesopfer in Oregon und Washington
- Bereits zuvor starben elf Menschen bei Unwettern
- Notstand ausgerufen - Nationalgarde rückte aus

Schwere Stürme mit sintflutartigen Regenfällen haben im Nordwesten der USA mindestens fünf Menschenleben gefordert. In Teilen Oregons und im benachbarten Washington saßen über 100.000 Menschen im Dunkeln in ihren Häusern, nachdem orkanartige Böen Bäume entwurzelt und Stromleitungen herabgerissen hatten.
Die Stromversorgung war nur teilweise wiederhergestellt, berichtete der Sender CNN. Mehrere Ortschaften waren nach Erdrutschen vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten. Weil zahlreiche Regionen überschwemmt wurden, mussten über 100 Menschen mit Hubschraubern von den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit gebracht werden.
Notstand ausgerufen
Washington und Oregon wurden gleich von zwei Sturmfronten hintereinander heimgesucht. In beiden Staaten waren zahlreiche Straßen wegen umgestürzter Bäume und Schlammmassen unpassierbar. Die Gouverneure riefen den Notstand aus. Die Nationalgarde rückte aus, um den Sturmopfern zu helfen. Die Soldaten rückten mit schwerem Gerät an, um verschüttete Straßen freizuräumen. Andernorts drangen sie mit Schlauchbooten in überschwemmte Ortschaften vor.
Die Interstate 5 zwischen Seattle und Portland musste über eine Länge von mehr als 30 Kilometern gesperrt werden. "Ich habe noch nie so etwas Schlimmes erlebt hier", sagte der örtliche Polizeichef John McSwain, der seit knapp 20 Jahren in der Region um Seattle lebt.
Von Baum erschlagen
Im Bundesstaat Washington verloren drei Menschen wegen des Unwetters ihr Leben. Ein Mann starb in einer Schlammlawine, ein anderer wurde von einem Baum erschlagen. Eine weitere Person kam ums Leben, weil ihre Beatmungsmaschine durch einen Stromausfall versagte. Im benachbarten Oregon starben zwei weitere Menschen, darunter eine 90-jährige Frau, als sie während der Evakuierung vor den Fluten einen Herzinfarkt erlitt.
Bereits in den letzten Tagen waren elf Personen bei Unwettern gestorben. Für die nächsten Tage wurden starke Schneefälle in der Region erwartet. Zuvor war bereits über den Nordosten der USA ein Sturmtief mit Schnee und gefrierendem Regen hinweggezogen. In etlichen Schulen von New York bis Maine fiel der Unterricht aus. Die Autofahrer hatten mit glatten Straßen zu kämpfen.
(apa/red)
