Sonntag, 9. Dezember 2007

Tag der Menschenrechte: Samariterbund warnt vor einer Zwei-Klassen-Medizin

  • "Eines der zentralen Rechte ist das auf Gesundheit"

Der Samariterbund hat anlässlich des Tages der Menschenrechte die Wichtigkeit der in der UN-Charta beinhalteten "sozialen Menschenrechte" unterstrichen und vor einer Zwei-Klassen-Medizin gewarnt. "Eines der zentralen Rechte ist das auf Gesundheit. Und da dürfen wir nicht den Weg einer Zwei-Klassen-Medizin beschreiten. Leider sehe ich Zeichen, dass wir hier längst angelangt sind", sagte Samariterbund-Bundessekretär Reinhard Hundsmüller in einer Aussendung.

In Österreich gelten laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria bereits 95.000 der Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren als akut arm. Das entspreche etwa fünf Prozent. Oft können sich deren Eltern dringend benötigte medizinische und therapeutische Maßnahmen nicht leisten, sagte Hundsmüller und: "Dies zeigt am Besten auf, dass wir bei einer Zwei-Klassen-Medizin angelangt sind. Obwohl die Menschenrechtscharta eigentlich das Recht auf ärztliche Versorgung garantieren sollte."

Hundsmüller verwies in diesem Zusammenhang auf die vom Samariterbund geschaffene Wohlfahrtsstiftung "Fürs Leben", die zum Ziel hat, armen Kindern im Falle einer Krankheit zu helfen, wenn öffentliche wie auch private Leistungsträger keinerlei finanzielle Hilfe mehr leisten. (apa/red)

9.12.2007 20:41