Weihnachtliche Hochsaison für Kleindiebe: Drängeln & Wechseln als 'Gaunerklassiker'
- Nützen X-Mas-Hektik und Menschenansammlungen
- PLUS: Nützliche Tipps wie man sich schützen kann
·Kein Super-Umsatz für Supermärkte
Weihnachtsgeschäft wird keine Rekorde brechen
·Christkind ist auch heuer im Kaufrausch
20 Prozent Zuwachs bei Weihnachts-Einkäufen
·Handel hofft auf Top- Weihnachts-Shopping
Auf dem Wunschzettel: Spielwaren und Schmuck
·TV und Geld als Top- Weihnachtsgeschenke
Nix mit Kamin: Präsente kommen übers Internet
In der Vorweihnachtszeit haben Taschendiebe Hochsaison. Darauf wies die Wiener Polizei hin, Täter - meistens in Teams unterwegs - nützen besonders Hektik und Menschenansammlungen für ihre Vorhaben. Bevorzugte Opfer seien Frauen. "Die Finessen der Taschendiebe sind äußert umfangreich und fast täglich werden neue bekannt", erklärte die Behörde in einer Aussendung, in der sie die gängigsten Tricks auflistete:
Der Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder in die "Zange" genommen. Beim Einsteigen stolpert der Vordermann, bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.
Der Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche "griffbereit" anbietet.
Der Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es - etwa auf Bahnhöfen - an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.
Der Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn es die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt, indem dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft und unbemerkt Banknoten heraus nimmt.
Der Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer "versehentlich" mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Bekleidungstasche.
Der Supermarkt-Trick: Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche im Einkaufswagen ausgeräumt.
Der Hochhebe-Trick: In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben "zieht" er oder ein Komplize die Geldbörse.
Der Bettel-Trick: Kinder halten dem Opfer ein Blatt Papier mit der Bitte um eine Spende vor, oder sie tollen auf der Straße um das Opfer herum und betteln es an. Dabei nutzt eines der Kinder oder ein Erwachsener die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.
Der Blumen-Trick: Ein Fremder begrüßt das Opfer freundschaftlich, umarmt es oder steckt ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt ist, verschwindet die Brieftasche.
Der Taschenträger-Trick: Scheinbar hilfsbereite Menschen spähen ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten ihnen an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst später bemerkt.
(apa/red)
