Christkindlmarkt am Belvedere geräumt:
"Höchste Explosionsgefahr" wegen Gaslecks
- Genauere Umstände sind derzeit noch nicht bekannt
- Öffis teilweise umgeleitet oder sogar ausgefallen
Ausströmendes Gas in einem Schacht hat rund um 19.00 Uhr zur Evakuierung sowohl des Schlosses Belvedere, als auch des angrenzenden Christkindl-Markts geführt. Dort wurde das Gasleck als Erstes bemerkt. Es dürfte sich laut Feuerwehr höchstwahrscheinlich um ein "altes Gasrohr" gehandelt haben. Der Großeinsatz - sowohl Polizei, Rettung, Feuerwehr (mit 45 Mann), als auch Wiengas und Wienstrom waren vor Ort - sei eine reine "Vorsichtsmaßnahme" gewesen.
"Das Gas ist extra odoriert (mit Geruchstoffen versetzt, Anm.), den penetranten Geruch nimmt man daher schon wahr, bevor eine explosive Mischung entsteht", beruhigte Alexander Markl von der Wiener Feuerwehr. Es dürfte sich dennoch um "umfangreichen Gasströmungen" gehandelt haben. In den Abendstunden wurde versucht, die Quelle des Gaslecks zu eruieren, gegen 20.00 Uhr wurde die Hauptleitung abgedreht. Laut Polizei mussten ca. 250 Personen in sichere Entfernung gebracht werden. Die Eingänge waren bis auf weiteres gesperrt.
Auch auf den öffentlichen Verkehr hatte der Zwischenfall Auswirkungen: Die Straßenbahnlinie D wurde in beiden Fahrtrichtungen über die Linien 18 und 71 geführt, die Buslinie 13A zwischen Südbahnhof und Favoritenstraße über den Wiedner Gürtel umgeleitet, hieß es vonseiten der Wiener Linien. (apa/red)
