ÖBB stellen ihre Fahrpläne um: Grazer
S-Bahn-Zeitalter beginnt kommende Woche
- Zusätzliche Garnituren für tausende Fahrgäste

Am kommendem Montag wird es ernst mit der ersten Phase einer neuen S-Bahn im Großraum Graz: Gleichzeitig mit dem europäischen Fahrplanwechsel stellen auch die ÖBB ihre Fahrpläne um. Steiermärkische Landesbahnen und Graz-Köflacher Bahn ziehen mit und werden damit über 70 neue Zugverbindungen und 1,1 zusätzliche Fahrplankilometer erreichen.
Die Takte werden verdichtet, das täglich mögliche Potenzial an Fahrgästen könnte bis zu 30.000 Personen betragen, wobei man in der Anfangsphase mit rund 10.000 rechnet.
Alleine für die ÖBB bedeutet der neue Fahrplan eine Mehrleistung von rund 700.000 Schienenkilometern. Auf manche Strecken ist die Einführung eines 30- bis 60-Minuten Takts im Großraum Graz möglich geworden. Zur Früh- und Nachmittagsspitze werde auf einigen Strecken im 15- bis 20-Minuten Takt gefahren. In die Gestaltung und Anpassung der Fahrpläne wurden seit 2006 vom Verkehrsressort 9,7 Mio. Euro investiert, davon 8 Mio. Für den S-Bahn-Fahrplan neu und 1,7 Mio. Euro für den "Steirertakt" im Jahr 2006.
Fahrplanverdichtungen
Auf der Bahnstrecke Mürzzuschlag, Bruck/Mur, Graz, Spielfeld Straß - die zwischen Bruck und Graz als S1 geführt wird - wird ab Montag von 5.00 Uhr bis 24.00 nahezu ein Stundentakt gefahren. Zwischen Bad Radkersburg und Spielfeld-Straß fahren zehn zusätzliche Zugverbindungen, ein Plus von rund 50 Prozent. Im Frühverkehr fahren neue direkte Züge von Bad Radkersburg nach Graz, am Nachmittag und am Abend geht es wieder direkt von Graz aus retour.
Die S11 führt erstmals direkte Verbindungen von Graz nach Übelbach und retour, am Korridor Graz-Fehring werde in der Frühspitze ein verdichteter und kontinuierlicher Taktverkehr angeboten, ebenso auf der Weizer Bahn sowie der GKB-Strecke Graz-Wies-Eibiswald (S6) und Graz-Köflach (S7).
(apa/red)
