Österreich-Alltourist ist "völlig losgelöst":
"Ist eine Erinnerung für das ganze Leben"
- Freut sich jetzt schon auf galaktische Ausblicke
- Kindheitstraum: Inspiriert von ersten Mondlandung

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Britische Fluggesellschaft
beginnt Bonus-Programm
·Schwerelos mit Blick auf die Erde urlauben?
DIASHOW: Bis 2008 sind alle All-Flüge ausgebucht
"In meiner Kindheit waren gerade die ersten Mondlandungen." Mit dieser ersten Erinnerung an den Weltraum will sich der Wiener Franz Haider im kommenden Jahr als erster All-Tourist aus Österreich auf den Weg in entfernte Galaxien machen. Der damals kurz aufblitzende Gedanke, eine Reise zu fremden Planeten zu unternehmen, werde allerdings ein Traum bleiben, habe er damals gedacht, erzählte der 45-jährige Transportunternehmer im APA-Gespräch.
Die Firma "Deluxe Travel" dürfte Haider den abenteuerlichen Wunsch nun erfüllen. Ende 2009 bzw. Anfang 2010 soll der Wiener als erster Weltraumtourist Österreichs ins All starten. Der 45-Jährige würde es damit unter die ersten 100 All-Urlauber weltweit schaffen. "Ich bin auch stolz als Österreicher, das machen zu können", meinte Haider.
Ab ins All
Bei seiner drei- bis fünfstündigen Reise ins All wird den 45-Jährige eine Trägermaschine zunächst auf eine Höhe von 15 Kilometern bringen. Dort zündet die Rakete und das Spaceship mit dem Österreicher wird weiter ins All katapultiert. In zehn Sekunden erreicht das Weltraumgefährt Schallgeschwindigkeit, nach 90 Sekunden ist das Ziel - 110 Kilometer Höhe - erreicht. Die Belohnung für die körperlichen Strapazen: Schwerelosigkeit und eine ungetrübte Sicht von 1.500 Metern in alle Richtungen.
Erinnerung fürs Leben
"Ich zahle nicht die vier, fünf Stunden, sondern eine Erinnerung fürs ganze Leben", schwärmte Haider. Die Investition von 200.000 US-Dollar - umgerechnet rund 135.000 Euro - für so ein Erlebnis sei gerechtfertigt. Der Reiz dabei liegt für den ledigen Wiener vor allem im Abenteuer. Fallschirmspringen, Bungee-Jumping und Rallye-Fahrten zählen zu seinen Hobbys.
Ein Abenteurer
Sein bisher eindrucksvollstes Erlebnis sei eine Besteigung des Kilimandscharo. "Die Höhe hat mich immer fasziniert", so Haider. "Ich sehe gerne die Welt, jetzt habe ich die Chance, sie von oben zu sehen. Es muss ein faszinierender Blick sein."
Den Reisevertrag hat er vor einigen Tagen unterschrieben, auch bezahlt ist das All-Abenteuer bereits. Er habe einfach für einen großen Urlaub gespart und dann dieses Angebot entdeckt, erzählte der Wiener. "Diese Chance muss ich nutzen." Die Schwerelosigkeit stellt sich der passionierte Taucher wie den Schwebezustand bei einem Unterwasser-Erlebnis vor.
Angst vor dem Abenteuer habe er nicht. "Ich glaube, das ist so sicher wie fliegen", ist Haider überzeugt. Er gehe grundsätzlich nur "kalkulierbare Risiken" ein. Auch der einstimmige Kommentar "Super, mach es" aus dem Familien- und Bekanntenkreis macht dem 45-Jährigen Mut.
(apa/red)
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