Freitag, 30. November 2007

Das große Energie-Extra zeigt, wie Sie effizient Strom sparen

Topprodukte.at. Eine Internet-Plattform listet die energieeffizientesten Geräte auf

Effizienz auf einen Blick. Wie findet man unter allen angebotenen Elektro- und Haushaltsgeräten die energieeffizientesten? Die Website www.topprodukte.at
listet für jede Gerätekategorie – von Kühlschränken bis zu Unterhaltungselektronik – die effizientesten 10 bis 30 Produkte, die derzeit am österreichischen Markt erhältlich sind, in einem Ranking auf. Insgesamt mehr als 2.200 Produkte in über 100 Kategorien werden nach ihrer Energieeffizienz standardmäßig bewertet. Je nach Kategorie fließen dabei auch Kriterien wie Wasserverbrauch oder Reinigungswirkung in die Bewertung ein.


TIPPS: Wo Sie in Ihre m Haushalt überall Strom sparen können

- Duschen spart Wasser & Energie
Duschen statt eine volle Badewanne spart bis zu 70 Prozent Wasser. Weniger Warmwasser verbraucht auch weniger Energie. Noch mehr sparen lässt sich mit modernen Spar-Duschknöpfen, Duschunterbrechern und Durchflussbegrenzern.

- Stoppt die Energiefresser!
Standby-Betrieb ist ein heimlicher Stromfresser. Schalten Sie Geräte wie Computer, TV, DVD-Player etc. entweder ganz ab, oder verwenden Sie eine schaltbare Steckdosenleiste – so können Sie mehrere Geräte mühelos mit einem Klick ausschalten.

- Cool beim kühlen
Bei den Kühlgeräten sowohl auf den richtigen Standort (nicht neben Herd, Spülmaschine oder Heizkörper!) als auch die passende Temperatur achten: Beim Kühlschrank sind +5 bis +7 °C, beim Gefrierschrank –18 °C optimal.

- Aufs Pickerl achten!
Beim Kauf eines neuen Geschirrspülers, Kühlschranks etc. auf die Energieeffizienz-Klasse (farbiges Pickerl) achten! Je höher die Klasse, desto mehr Strom und Geld sparen Sie. Am sparsamsten sind mittlerweile „A++“-Geräte.

- geschlossene Herdgesellschaft
Kochtöpfe ohne Deckel brauchen dreimal so viel Strom wie abgedeckte. Genauso sollten Sie zur Herdplatte passende Töpfe verwenden – das spart Zeit. Auch das Öffnen des Backrohrs ist so weit wie möglich zu vermeiden.

-Waschtag ist Spartag
Wer mit 60 statt mit 90 °C bzw. 40 statt 60 °C wäscht, spart bis zu 40% Strom. Moderne Waschmittel haben auch bei niedrigerer Waschtemperatur höchste Wirkung. Achtung: Eine halbe Waschtrommel benötigt fast gleich viel Strom wie eine volle.

- Weniger lüften = mehr Energie sparen
Lüften Sie alle zwei, drei Stunden für maximal drei Minuten ordentlich durch. Ständig gekippte Fenster bringen nicht mehr frische Luft, dafür kühlen die Wände aber stark ab. Wichtig: Dämmen Sie zwischen Heizkörper und Wand.

- Es werde licht!
Energiesparlampen sind lichtstark, modern und heute in verschiedensten Formen und Lichtfarben erhältlich. Sie verbrauchen aber um 80% weniger Strom als konventionelle Glühbirnen. Pro Haushalt kann das gut 100 Euro Ersparnis ausmachen.

- Wäschespinne
Elektrische Wäschetrockner brauchen besonders viel Strom. Nützen Sie zum Trocknen möglichst Wind- und Sonnenenergie: Die gute alte Wäscheleine oder Wäschespinne anstelle eines elektrischen Trockners spart bis zu 500 kWh im Jahr.

- Heizen Sie nicht zum Kamin hinaus
Optimieren Sie Ihre Heizung. RauchfangkehrerInnen reinigen, messen und prüfen die gesamte Heizanlage. Verzichten Sie, soweit möglich, auf mobile Direktheizgeräte und elektrische Heizlüfter – sie gehören zu den ärgsten Stromfressern.


Ausgeglüht. Durch den Austausch von Glühbirnen durch Energiesparlampen können Haushalte im Schnitt 105 Euro sparen.

Anno 1880 war sie eine bahnbrechende Erfindung: Die von Thomas Alva Edison in den USA patentierte Glühlampe mit Kohlefaden und Schraubfassung gab den Startschuss für die durchdringende Elektrifizierung der Haushalte. „Heute aber gehört die Glühbirne ins Museum. Es gibt mittlerweile viel bessere und effizientere Lichtquellen“, betont Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museums Wien. Ebendort werden im Zuge der derzeitigen Sonderausstellung „Chromjuwelen. Autos mit Geschichte“ Leuchtdioden-Strahler (mit sogenannten LEDs) von Zumtobel im Pilotversuch eingesetzt. „Dieser Quantensprung eines modernen Lichtsystems braucht um 50 Prozent weniger Strom“, freut sich Zuna-Kratky über das gewaltige Einsparungspotenzial. Und setzt auch im privaten Bereich auf Energieeffizienz: „Ich tausche defekte Glühlampen sukzessive durch Energiesparlampen aus.“

Stromfresser Glühbirne. Rund 80 Prozent der Beleuchtung in den heimischen Privathaushalten basieren heute noch auf der ineffizienten Technologie der klassischen Glühbirne. „Noch hinken die Österreicher in Sachen Energiesparlampe statt Glühbirne hinterher. Europaweit liegt die Austauschquote bei rund sechs Prozent, bei uns nur bei drei Prozent“, sieht Johann Hatzenbichler, Energie-Experte von Philips Licht Österreich, enormen Aufholbedarf. Daher begrüßt Roman Adametz, Geschäftsführer von Osram Österreich, die große Energieeffizienz-Initiative „Stromsparmeister“: „Im Zuge der Klimaschutzdiskussion müssen auch die ineffizienten Glühlampen durch moderne, qualitativ hochwertige Energiesparlampen ersetzt werden, deren Anschaffung sich schon nach etwa zwei Jahren rechnet.“

Denn die Konsumenten brennen wie die Luster: 321 Euro pro Jahr – und damit mehr als acht Prozent der Stromrechnung eines Durchschnittshaushaltes – fressen allein die Glühbirnen (s. Tabelle r.). „Dabei lassen sich“, betont Thomas Bogner, Effizienz-Experte der Österreichischen Energieagentur, „gerade im Bereich Beleuchtung am leichtesten riesige Einsparpotenziale ausschöpfen.“ Während eine herkömmliche Glühbirne nämlich nur fünf Prozent der verbrauchten Energie in Licht umsetzt und die restlichen 95 Prozent als Wärme verpuffen, benötigt eine Energiesparlampe trotz gleicher Lichtausbeute bis zu 80 Prozent weniger Strom bei deutlich geringerem Wärmeverlust. Zudem hat sie eine bis zu 15-mal längere Lebensdauer. Hatzenbichler: „Mit einer einzigen 12-Watt-Energiesparlampe, deren Leuchtkraft einer 60-Watt-Glühbirne entspricht, können Konsumenten ihre jährliche Stromrechnung um bis zu 12 Euro senken. Ein Haushalt mit 15 solcher Sparlampen kann somit jährlich 105 Euro einsparen.“ Beachtliches Fazit: Wenn sämtliche 3,5 Millionen Privathaushalte in Österreich bei einem sinnvollen Umstieg zur Energiesparlampe mitmachen, könnten die doppelte Strommenge des Freudenauer Kraftwerks im Wert von 300 Mio. Euro sowie mindestens eine Million Tonnen CO2 eingespart werden.

Das zweitgrößte Stromeinsparungspotenzial bei Haushaltsgeräten liegt bereits bei der Unterhaltungselektronik. Egal ob Video- oder DVD-Player,
Hi-Fi-Anlage oder Satelliten- und DVB-T-Receiver – die Ausstattung durchschnittlicher Haushalte mit Unterhaltungselektronik wächst rasant. „Hier gilt es vor allem, den unnötigen Standby-Verbrauch zu minimieren“, rät „Stromsparmeister“ Konstantin Gruber zur Verwendung von abschaltbaren Steckdosenleisten.
Weitere heimliche Stromfresser stellen aber auch Modems, Router sowie die diversen Ladestationen für Handy, Rasierapparat, elektrische Zahnbürste etc. dar: Diese hängen meistens rund um die Uhr am Netz und zapfen damit ständig Strom – und zwar egal ob mit oder ohne Gerät, das aufgeladen werden muss. „Insgesamt macht der Standby-Betrieb bereits gut zehn Prozent der Stromkosten eines durchschnittlichen Haushalts aus“, gibt Thomas Bogner von der Energieagentur zu bedenken.

Modern kühlen spart 50 Prozent. Einsparpotenziale von 40 bis 50 Prozent gibt es laut Bogner bei Kühl- und Gefriergeräten: „Die neuesten Geräte sparen dank wesentlich besserer Isolierung und modernster Kompressortechnik bis zu 50 Prozent Strom.“ Daher sollten Geräte, die älter als zehn Jahre sind und nicht der Effizienzklasse „A“ angehören, gegen moderne Top-Produkte (Infos: www.topprodukte.at) ausgetauscht werden. Beim Kauf eines neuen Elektrogeräts wird übrigens das entsprechende Altgerät vom Elektrofachhandel zurückgenommen und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt.


Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS, jetzt in Ihrer Trafik.

30.11.2007 16:51