Chinas Mondsonde sendete erste Bilder: 1.000 Jahre alter "Traum wird damit wahr"
- Meilenstein des chinesischen Raumfahrtprogramms
- Mondsonde hat auch Musik zur Erde übertragen

·China bastelt an Mini-Weltraumstation
Mondsonde erreicht heute die Umlaufbahn
·Chinesische Mond-
sonde in Umlaufbahn
Chang'e 1-Programm verläuft bisher nach Plan
·Die Meilensteine der Weltraumforschung
KLICKEN: Von Sputnik bis hin zur Marslandung?
·Die Deutschen wollen '12 zum Mond fliegen
Mission für Experten "machbar und sinnvoll"
Die chinesische Mondsonde "Chang'e 1" hat ihre ersten Bilder vom Erdtrabanten zur Erde gefunkt. Chinas Regierungschef Wen Jiabao enthüllte im Pekinger Kontrollzentrum das erste große Foto, das aus 19 einzelnen Aufnahmen zusammengesetzt worden war. Den Flug des ersten chinesischen Satelliten zum Mond wertete Wen Jiabao als einen weiteren Meilenstein des chinesischen Raumfahrtprogramms nach dem ersten bemannten Raumflug 2003. Damit habe China jetzt auch zu den großen Raumfahrtnationen aufgeschlossen.
"Der mehr als 1.000 Jahre alte Traum des chinesischen Volkes, zum Mond zu fliegen, beginnt, wahr zu werden", zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Flug der Mondsonde ist der Auftakt eines ehrgeizigen chinesischen Mondprogramms, das in fünf Jahren die Landung eines Mondfahrzeuges und 2017 den Transport von Gesteinsproben zur Erde vorsieht. Der Erfolg demonstriert nach den Worten des Regierungschefs die wachsende nationale Stärke und technische Innovationsfähigkeit des Landes und hebt zugleich den internationalen Status Chinas.
Mit den Aufnahmen hatte die nach der chinesischen Mondgöttin "Chang'e" benannte Mondsonde auch Musik zur Erde übertragen, darunter das Lied "Der Osten ist rot", das bereits der erste chinesische Satellit 1970 gefunkt hatte. Zu hören waren ferner patriotische Lieder über die Macht und den Wohlstand des Vaterlandes oder über den Mond selber. Eine vorprogrammierte weibliche Stimme an Bord des Satelliten begrüßte den Erdtrabanten nach Angaben von Xinhua mit den Worten: "Ich komme mit Grüßen aus China."
(apa/red)
