Die neuen Giganten: Wie Brasilien, Indien, Russland & China die G-7-Staaten überholen
- BRIC-Fons mit 191 Prozent Plus seit März 2005
- FORMAT über die Aufholjagd der vier BRIC-Länder
·China: Milliarden für Atomkraft und Flieger
Zwei Großaufträge für Airbus und Frankreich
·FORMAT: Wirtschafts-
flaute in den USA
Angst vor Rezession steigt, der Konsum sinkt
·Chinas Wirtschaft kennt keine Grenzen
Experten erwarten heuer
rund 11,5% Wachstum

Seit Jahren waren die Positionen an der Spitze der Weltwirtschaft fest vergeben: Die USA sind die klare Nummer eins, gefolgt von Japan und Deutschland. Doch irgendwann in diesen Herbsttagen spielt sich ein historischer Führungswechsel ab: China überholt Deutschland als Nummer drei und wird auch im Gesamtjahr mit einer Wirtschaftsleistung von 3.400 Milliarden Dollar schon vor unseren nördlichen Nachbarn liegen, die laut jüngsten Schätzungen von Goldman Sachs (GS) 3.250 Milliarden Dollar erreichen. Das ist aber nur der Auftakt für einen gewaltigen Umbruch der globalen Machtverhältnisse.
Schon im Jahr 2027, prophezeit Jim O'Neill, der Chefökonom der US-Investmentbank Goldman Sachs, kann China vor Amerika zur weltweiten Nummer eins werden. O'Neill ist nicht nur vom Aufstieg Chinas überzeugt. Er ist auch der Erfinder des Begriffs BRIC, der Abkürzung für die vier kommenden Giganten Brasilien, Russland, Indien und China.
Mächtier als G-7-Staaten
Dieses Quartett der bevölkerungsreichen Schwellenländer, errechnete der Goldman-Sachs-Chefvolkswirt, wird bereits im Jahr 2032 wirtschaftlich mächtiger sein als die G-7-Staaten. Also größer als die sieben derzeit mächtigsten Industriestaaten USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada zusammen. Basis der Analyse sind Schätzungen der langfristig zu erwartenden Wachstumsraten. Und diese sind durchaus mit einem Sicherheitsabschlag gegenüber den aktuellen Werten versehen, weil zum Beispiel selbst China in den kommenden Jahrzehnten mit einer wachsenden Überalterung der Gesellschaft kämpfen wird.
BRIC-Staaten tragen weltweites Wirtschaftswachstum
Goldman-Sachs-Stratege O'Neill entwickelte das BRIC-Konzept im September 2001 - nicht zufällig kurz nach den Anschlägen vom 11. September. O'Neill: "Die Botschaft lautete: Globalisierung kann nicht länger gleichbedeutend mit Amerikanisierung sein. Wir brauchten einen völlig neuen Ansatz, um die künftige Entwicklung der Welt zu erkennen." Schon in diesem Jahrzehnt würden die BRIC-Staaten zum Hauptträger des weltweiten Wirtschaftswachstums. Das war keine Fehleinschätzung: Schon jetzt entfallen auf die BRIC-Staaten über 13 Prozent des weltweiten Bruttowirtschaftsprodukts. Vor sechs Jahren waren es erst acht Prozent.
BRIC-Fonds aufgelegt
Als ganz neues Investmentthema wurden seit 2004 eine ganze Reihe von BRIC-Fonds aufgelegt, in denen inzwischen viele Milliarden Euro liegen. Nicht nur für die Banken eine Königsidee: Der erste Fonds, der HSBC BRIC Freestyle (ISIN LU205170342), hat zwischen April 2005 und Ende Oktober 2007 auf Eurobasis 175 Prozent Gesamtgewinn erzielt. Der Konkurrent DWS BRIC Plus (LU0210301635) erreichte im gleichen Zeitraum sogar eine Gesamtrendite von 191 Prozent. Im November haben zwar alle BRIC-Fonds deutlich nach unten korrigiert, langfristig ist aber mit höheren Gewinnen zu rechnen als bei Aktien von Industriestaaten.
Die ganze Story lesen Sie im FORMAT Nr 48/07!

