Samstag, 1. Dezember 2007

Alles neu macht der Dezember für Beamte: Staatsdiener bekommen 2,7 % mehr Geld!

  • Fünfte Verhandlungsrunde brachte endlich Einigung
  • Außerdem winkt Beamten Einmalzahlung von 175 €

Die fünfte Runde der Beamtengehaltsverhandlungen hat eine Einigung gebracht. Die Beamten bekommen 2,7 Prozent mehr, plus eine Einmalzahlung von 175 Euro. Die Gehaltserhöhung kostet 270 Mio. Euro, die strukturwirksame Einmalzahlung 40 Mio. Euro. Staatssekretär Lopatka sprach von einem "vertretbaren und gerechten Ergebnis" für beide Seiten.

"Wir haben es uns nicht leicht gemacht, es waren harte Verhandlungen", so der ÖVP-Verhandler.

Es sei gelungen, "sowohl die budgetären Zielvorgaben durch Einmalzahlungen klar im Auge zu behalten" als auch gleichzeitig den Mitarbeitern dank des Konjunkturbonus "eine angemessene Erhöhung zu gewähren und ihre Leistung anzuerkennen", freute sich Lopatka über "eine gute Nachricht" für die rund 400.000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

Beiderseitige Zufriedenheit nach Kurz-Verhandlung
Mit dem Ergebnis zeigten sich nach der nur etwas mehr als eine Stunde dauernden fünften Verhandlungsrunde beide Seiten zufrieden. Beamtenministerin Doris Bures sprach von einem sehr guten und fairen Abschluss, der auch leistbar sei. Man habe damit sowohl die Verantwortung gegenüber den Beschäftigten wahrgenommen als auch Augenmaß gezeigt, dass das Budget nicht aus dem Ruder läuft. Wichtig sei ihr die soziale Komponente gewesen, die erreicht werde, indem die untersten Einkommen um insgesamt 3,8 und die obersten um 2,8 Prozent erhöht werden.

GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer sprach ebenfalls von einem "sehr guten" Ergebnis. Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt. Der Abschluss werde auch Auswirkungen auf die Massenkaufkraft haben. Die Gespräche seien zwar nicht ganz einfach, aber kollegial verlaufen. Bures meinte dazu, manchmal habe sie schon nicht mehr die Hoffnung auf einen Abschluss gehabt.

Staatssekretär Reinhold Lopatka meinte, dass das Ergebnis auch aus der Sicht des Finanzministers vertretbar sei. Man habe auch die geplante Steuerreform im Auge gehabt. Auch Bures betonte, dass der Finanzminister eng eingebunden gewesen sei. Auf die Frage nach dem Anteil des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers sagte die Ministerin, bei dem Gespräch mit ihnen seien viele Varianten besprochen worden.

(apa/red)

1.12.2007 17:27