Dienstag, 27. November 2007

MEL reduziert seine Entwicklungsprojekte:
Mehr Umsatz und Gewinn im letzten Quartal

  • Wertsteigerung für das Unternehmen erziehlt
  • Rückgang des NAV/Aktie im dritten Quartal relativiert

De Meinl European Land (MEL) sieht den realen Net Asset Value (NAV) des Unternehmens pro Zertifikat um etwa 40 Prozent über dem aktuell errechneten NAV, der allein auf dem bestehenden Immobilienportfolio basiert. Auf Basis der Bewertzungen, die Cushman & Wakefield, Jones Lang Lasalle bzw. Colliers für MEL-Entwicklungsprojekte erarbeitet haben, ergibt sich eine Wertsteigerung der Entwicklungspipeline und Grundstücke von rund 1,3 Mrd. Euro oder 5,95 pro Aktie/Zertifikat, erklärt das Unternehmen.

Inklusive dieses Wertsteigerungspotenzials ergebe sich nach dieser Rechnung ein gesamter NAV von 21,10 Euro pro Anteilsschein gegenüber dem aktuell ausgewiesenen von 15,15 Euro.

NAV sank
Den berichteten Rückgang des NAV/Aktie im dritten Quartal (bestehendes Immo-Vermögen) gegenüber Ende Juni erklärt MEL-Sprecher Herbert Langsner damit, dass die zurückgekauften Zertifikate - die mittlerweile deutlich im Wert gefallen sind - auf den NAV gedrückt hätten. Wie berichtet hatte der Ende Juni angegebene NAV/Zertifikat noch 15,64 Euro betragen. Wäre der gesamte Aktien-Rückkauf Ende Juni bereits erfasst gewesen, wäre der NAV pro Akte schon damals auf 14,90 Euro gefallen, der innere Wert wäre bis Ende September also sogar gestiegen, sagte Langsner zur APA.

Den scheinbaren Rückgang der berichteten Entwicklungsprojekte um 300 Mio. Euro begründete Langsner damit, dass die Gesellschaft sich in Russland, Polen und der Türkei 1,5 Millionen Quadratmeter gesichert habe, die zu den berichteten 3,4 Mrd. Euro dazuzuzählen seien. Diese 1,5 Millionen Quadratmeter seien die Differenz von 300 Mio. Euro "oder mehr" wert, sagte der Sprecher.

Das "operative Geschäft läuft gut", so Langser. Auch die Steigerung der Mieterlöse um 3,9 Prozent auf vergleichbarer Basis (bestehende Immos) sei ein "sehr guter Wert". Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg - auf Basis einer höheren Aktienanzahl - in den ersten neun Monaten um 63 Prozent auf 144 Mio. (88) Mio. Euro. 124 davon kommen aus Zweitwertanpassungen. (APA/red)

27.11.2007 14:48