Kapsch will am US-Maut-Markt einsteigen:
Telematik soll Stau- & Mautprobleme lösen
- Kapsch will sich größten Maut-Markt der Welt sichern
- Auch Expansion nach Ungarn und Slowakei geplant

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Der börsenotierte Mautspezialist Kapsch TrafficCom arbeitet an seinem Markteintritt in den USA, den in dieser Hinsicht mit Abstand größten Markt der Welt. "Wir evaluieren den US-Markt intensiv", erklärte Kapsch-Vorstandsvorsitzender Georg Kapsch am Rande einer Investorenkonferenz ("Roadshow") mit österreichischen Unternehmen in New York.
In den USA werde über eine Änderung der bisher eingesetzten "sehr reifen" Maut-Technologie nachgedacht. Wenn die Entscheidung zugunsten eines neuen Systems fällt, dann möchte Kapsch - nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Mautsystemen - dabei eine Rolle spielen. Mehr könne er dazu wegen der strengen US-Bestimmungen nicht sagen.
Auch nach Ungarn & in die Slowakei
Außerhalb Europas ist das Unternehmen unter anderem in Australien, Chile, Argentinien, Brasilien und Südafrika aktiv. In Europa bemüht sich Kapsch aktuell um den Zuschlag für ausgeschriebene Mautsysteme in Ungarn und der Slowakei. Die Vorqualifikation hat bereits begonnen, in der Slowakei wird ein Tenderverfahren im Jahr 2008 erwartet. Auch Rumänien und Bulgarien bereiten Mautlösungen vor.
Kapsch sei mit seinem Know-how für die künftigen Trends gut aufgestellt: Elektronische Verkehrsleitsysteme seien ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Staus und Unfällen. Mit Hilfe eines elektronischen "tag" und unterschiedlichen Preisen könnte man auch der Parkplatzproblematik in Großstädten beikommen, wie dies etwa bereits in Lissabon der Fall sei. Zudem könnte der Verkehr über weniger frequentierte Straßen geführt werden.
Ein Ausstieg der Familie Kapsch, die über die Beteiligungs AG knapp 70 Prozent des seit Juni an der Wiener Börse notierten Unternehmens hält, sei "kein Szenario der nächsten Zeit", sagte Kapsch. "Wir glauben an den Markt und an das Unternehmen". Der erfolgte Börsegang ermögliche die Finanzierungen von Großprojekten mit Eigenkapital. (APA/red)

