Fritz Neugebauer von Kritik unbeeindruckt:
'Vier-Prozent-Forderung ist wohlbegründet'
- Fordert von der anderen Seite konkrete Vorstellungen
- Neue "Nationale Volkspartei" ist ihm nicht aufgefallen

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Wenig beeindruckt von der von allen Seiten als zu hoch beurteilten Forderung der Beamten nach einer vierprozentigen Lohnerhöhung zeigt sich GÖD-Chef Fritz Neugebauer vor der nächsten Verhandlungsrunde. Er nehme sich vor allem "die Erwartungshaltung der öffentlich Bediensteten zu Herzen", die Forderung sei "wohlbegründet".
Dass selbst sein Parteichef, VP-Obmann Wilhelm Molterer, die vier Prozent als "überzogen" bezeichnet hatte, quittierte Neugebauer in einer Pressekonferenz mit der Bemerkung: "Ich verhandle nicht mit dem Parteichef, da verhandelt die GÖD mit dem Arbeitgeber Bund".
'Das Telefon ist erfunden'
Die Forderung liege nun am Tisch, dass er noch keine Antwort erhalten habe, sei "seltsam". "Eine Verhandlung ist ein Gespräch, aber wenn die andere Seite stumm bleibt, hat das für das Gespräch relativ wenig Mehrwert", so Neugebauer, der hofft, dass sich "die andere Seite nicht nur über die Medien äußert, sondern auch konkrete Vorstellungen hat". Befragt, ob er schon - wie von ihm angekündigt, mit Bundes- und Vizekanzler gesprochen habe, meinte Neugebauer nur: "Das Telefon ist erfunden."
NVP ist ihm nicht aufgefallen
Unbeeindruckt zeigte sich Neugebauer auch von der Gründung der "Nationalen Volkspartei" (NVP). Das sei ihm "nicht aufgefallen, habe ich da etwas Wesentliches versäumt?", meinte er, und fügte unter Hinweis auf den Ort der Pressekonferenz in der ÖVP-Parteizentrale hinzu: "Die einzig wahre Volkspartei ist hier zu Hause." Die NVP, die u.a. die "sofortige Einstellung von NS-Entschädigungsgeldern" und "unser Volk von inneren und äußeren Fesseln, von falschen Lehren und fremden Gesetzen zu befreien" fordert, hat in der Vorwoche im Innenministerium ihre Satzung hinterlegt.
(apa/red)

