EURO 2008 wirft Geld-Schatten voraus: Steuerstreit geklärt, Österreich kassiert ab
- Einnahmen von etwa 2,5 Millionen Euro möglich
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Der Steuerstreit um die Spielerprämien bei der EURO 2008 ist geklärt. Der Europäische Fußballverband (UEFA) teilte mit, dass mit den austragenden Ländern Österreich und Schweiz eine Lösung gefunden worden sei. Finanzminister Wilhelm Molterer hat das am Rande des ÖVP-Vorstands bestätigt. Für Österreich könnte die Einigung Einnahmen von rund 2,5 Millionen Euro bringen.
Die teilnehmenden Spieler werden in beiden Austragungsländern auf den im Rahmen der EURO 2008 ausbezahlten Prämien zu einem Steuersatz von 20 Prozent quellenbesteuert. Die übrigen Mitglieder der ausländischen Delegationen unterstehen allerdings nicht der Quellensteuer. Orientieren wird man sich dabei am Modell, das schon bei der WM 2006 in Deutschland angewandt wurde. Die UEFA wird einen Teil des Gesamtbetrages der an jeden an der Endrunde teilnehmenden Landesverband gezahlten Spielprämien zurückbehalten und führt die Steuer dann an die Regierungen ab.
Die Steuerverwaltung des Kantons Waadt übernimmt dabei für die beiden Ausrichterstaaten die Funktion einer Abrechnungsstelle. Die Landesverbände werden dieser nach Abschluss der Europameisterschaft Aufstellungen über die an die jeweiligen Spieler gezahlten Vergütungen vorlegen. Die UEFA wird danach aus dem Rückbehalt die geschuldete Steuer der Abrechnungsstelle überweisen. Allfällige Überschüsse überweist der Europäische Verband den entsprechenden Landesverbänden.
Mit wie viel Geld Finanzminister Wilhelm Molterer letztlich rechnen kann, ist derzeit schwierig abzuschätzen, da noch nicht bekannt ist, wie hoch die Prämien der jeweiligen Teams sein werden bzw. welches Team wie weit kommt. Ausgegangen wird seitens der UEFA von einem Betrag zwischen zweieinhalb und fünf Millionen Euro.
(apa/red)
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