3.12.2007 11:56

Schweiz mit gutem Los in der Gruppe A:
Spiele gegen Portugal, Tschechien & Türkei

  • Begegnung mit der Türkei von besonderer Brisanz
  • Portugal zuversichtlich, Tschechien gibt sich gedämpft

So wie Österreich hat auch der Co-Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft 2008, die Schweiz, ein Endrunden-Los erwischt, das dem Team durchaus die Möglichkeit auf ein Weiterkommen lässt. Im Baseler St. Jakob Park werden die Eidgenossen in Gruppe A auf Tschechien (Eröffnungsspiel 7. Juni), die Türkei und Vize-Europameister Portugal treffen.

Der Gruppensieger bzw. -zweite werden es mit den Aufsteigern der Österreich-Gruppe B (Österreich, Kroatien, Deutschland, Polen) zu tun bekommen. Auch wenn die Wünsche des Schweizer Teamchefs Köbi Kuhn - er hoffte auf Rumänien, Schweden und Polen - nicht erhört wurden, so steht die Schweiz wohl vor einer machbaren Aufgabe. "Eine attraktive Gruppe", kommentierte Kuhn das Los, "wir freuen uns riesig auf diese Spiele."

Schlechte Erinnerungen an die Türkei
Auch wenn einer dieser Gegner eben die Türkei ist, die die "Nati" in denkbar schlechter Erinnerung hat. So war das Aufeinandertreffen der beiden Teams im Playoff der WM-Qualifikation 2005 von Gehässigkeiten und Gewalt begleitet, drei Spiele mussten die Türken als Folge der Ausschreitungen im Ausland und ohne Zuschauer austragen. Sportlich gesehen setzte sich die Schweiz aber durch und brachte die Türkei um das "Heimspiel" bei der Endrunde in Deutschland.

"Nach der Gruppe C ist die Gruppe A vielleicht die schwierigste", zeigte sich der türkische Teamchef Fatih Terim nach der Auslosung nicht unbedingt begeistert. "Wir werden unser Bestes geben müssen, um weiterzukommen." In der Schweiz genießen die Türken freilich einen Art Heimvorteil. Immerhin 74.342 Türken gehörten 2006 laut dem Schweizer Bundesamt für Statistik zur ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz, zudem werden viele Fans aus Österreich und Deutschland erwartet.

Portugal: "Ausgewogene Gruppe"
Als Mitfavorit auf den ersten Gruppenplatz geht Portugal ins Rennen, auch wenn die Vorstellung von Cristiano Ronaldo und Co. in der Qualifikation nicht als souverän bezeichnet werden kann. Die "Brasilianer Europas" sind bereits zum vierten Mal in Serie bei einer Endrunde vertreten und auf ihren ersten großen Titel heißer denn je. "Es ist eine ausgewogene Gruppe", befand der brasilianische Teamchef der Portugiesen, Luiz Felipe Scolari. "Kein Team kann sich in der Favoritenrolle wähnen. Wir müssen alle Gegner respektieren."

Tschechien gibt sich skeptisch
Auch für Tschechien ist die Auslosung alles andere als eine klare Sache. "Es ist eine ziemlich undurchschaubare Gruppe. Es sind drei sehr schwierige Spiele, die uns erwarten", dämpfte Teamkapitän Tomas Rosicky die Erwartungen. Nach einer souveränen Qualifikation für die EM hofft das Team von Karel Brückner, den bisher besten EM-Auftritt (1:2-Finalniederlage gegen Deutschland 1996) zumindest zu egalisieren. (apa/red)

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3.12.2007 11:56
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