Schwarzmarktverdacht bei der EURO 2008: Veranstalter storniert 20.000 Ticketaufträge
- 30-fache Überbuchung bei der ersten Kartenvergabe
- Ticketkäufer wird bei Schadensfällen haftbar gemacht

·EURO: 3.800 Security-
Kräfte hier im Einsatz
Arbeitsgemeinschaft sorgt
2008 für die Sicherheit
·EURO 08 verschreckt
"klassische" Touristen
Fußball und Urlaub sind nicht immer kompatibel
·KLICKEN: Spielplan für die Fußball-EM '08
Alle Spieltermine und Stadien der Heim-EURO
Rund 20.000 Ticketaufträge für die EURO 2008 sind bereits von den Veranstaltern gestrichen worden - "weil erwiesenermaßen der Schwarzmarkt im Hintergrund stand", sagte EURO-Österreich-Turnierdirektor Christian Schmölzer bei einer Pressekonferenz im Wiener Ernst-Happel-Stadion.
Unterdessen werden vom Schwarzmarkt bereits astronomische Preise für EURO-Karten kolportiert. Das ist kein Wunder, folgt man Schmölzers Angaben. Für die Vergabe der ersten 300.000 EM-Tickets gab es neun Millionen Anfragen. "Das heißt, wir hatten eine 30-fache Überbuchung." Zusätzlich wird die Nachfrage dadurch angeheizt, dass es relativ wenige Karten gibt: "Wir sind mit der Stadionkapazität an der unteren Grenze", so Schmölzer.
Tickets sind personalisiert
Wer dennoch hofft, auf dem Schwarzmarkt mit der EURO viele Euro zu verdienen, könnte sich bei dieser Kalkulation "schneiden". Die UEFA hat die Tickets personalisiert. Das heißt, sie will wissen, wer die Karten ersteht und kann den Käufer persönlich haftbar machen. Wer seine Karten weitergibt, ist also für das Verhalten der Abnehmer verantwortlich und wird bei Schadensfällen nach dem Verursacherprinzip haftbar gemacht. Ticketkäufer verpflichten sich zugleich, die Karten nicht kommerziellen Zwecken zuzuführen.
(apa/red)
CASHPOINT - Wollen wir wetten?










