Nach 0:3 der Veilchen gegen Helsingborg:
"Larsson hat den Unterschied ausgemacht"
- 36-jähriger Alstar: "Die Gegner unterschätzen uns"
- Troyansky macht Rennen um das begehrte Trikot

Der Erfolgslauf von Helsingborgs IF im Fußball-UEFA-Cup setzte sich auch gegen die Wiener Austria fort. Die Schweden fegten über die Österreicher dank einer Gala-Vorstellung nach der Pause mit 3:0 (0:0) hinweg und qualifizierten sich vorzeitig für die K.o.-Phase. Sehr zur Freude von Superstar Henrik Larsson, der in seiner südschwedischen Heimatstadt heldenhaft verehrt wird und gegen die Wiener zwei Treffer vorbereitete.
Der 36-Jährige zeigte sich trotz des glatten Erfolges höflich gegenüber den unterlegenen Gästen. "Die Austria ist kein schlechtes Team, aber wir waren einfach sehr, sehr stark", meinte Larsson mit einem schelmischen Grinsen. Warum es im Gegensatz zur abgelaufenen Liga (Rang acht) im UEFA-Cup so gut läuft, begründete der 96-fache schwedische Teamspieler so: "Die Gegner unterschätzen uns immer noch. In der Meisterschaft haben wir einen Namen, da mauern alle Gegner gegen uns. Aber im Europacup wollen die gegnerischen Mannschaften drei Punkte gegen uns. Das kommt uns entgegen."
Karriereende oder nicht?
Larsson ist trotz seiner tollen Laufbahn u.a. bei Celtic Glasgow, Feyenoord Rotterdam, FC Barcelona und Manchester United nach wie vor mit Feuereifer bei der Sache. Vor allem, wenn es um Helsingborg geht. Für dieses Team, das er 1992 mit 34 Toren in die erste Liga schoss, hat Larsson sogar eine Vertragsverlängerung bei "ManU" ausgeschlagen. "Ich freue mich vor allem für den Verein und die Stadt", betonte Larsson nach dem Sieg gegen die Violetten. Auf die Frage, ob es noch eine weitere Saison mit Larsson geben werde, meinte der ehemalige Angreifer nur: "Ich weiß es nicht. Warten wir einmal ab."
Die nach wie vor große Klasse von Larsson bekam auch Austrias Innenverteidiger Franz Schiemer zu spüren. Eigentlich hatte der ÖFB-Teamspieler seinen prominenten Kontrahenten ganz gut im Griff, dennoch hatte Larsson dann bei den Treffern zum 1:0 und 2:0 Kopf und Fuß im Spiel. "Genau das zeichnet Larsson eben aus. Er ist relativ unauffällig, aber in den wichtigen Momenten ist er da. Das ist Weltklasse und das fehlt uns. Larsson hat den Unterschied ausgemacht", analysierte Schiemer.
Troyansky mit einzigem Erfolg
Das Rennen um das begehrte Trikot von Larsson machte nach Schlusspfiff übrigens nicht Schiemer, sondern Fernando Troyansky. Der einzige Erfolg des Abends für den Argentinier, der diesmal in seiner Rolle im defensiven Mittelfeld sehr wenig zu bieten hatte.
Zweifacher Torschütze für Helsingborg war Razak Omotoyossi aus dem Benin. Ein Mann, der im Jänner 2007 in Österreich war. Der Team-Stürmer hatte im Jänner Probetrainings bei Altach absolviert und im Testmatch gegen Wil auch einen Treffer erzielt. Doch der 22-Jährige, damals noch beim moldawischen Club Sheriff Tiraspol unter Vertrag, wurde nicht verpflichtet und landete schließlich bei Helsingborg. Ein Glücksfall für seinen Trainer Stuart Baxter, denn Omotoyossi hat im laufenden UEFA-Cup (inklusive Quali-Runden) bereits achtmal getroffen.
(apa/red)
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