Wiener Veilchen sind eben keine Eisblumen:
Austria unterliegt Helsingborg klar mit 0:3
- Nach guter erster Hälfte gingen Favoritner klar unter
- Star Larsson wurde für Schweden zum Matchwinner

Ein einziger Stellungsfehler hat die ersatzgeschwächte Wiener Austria in Helsingborg zerbrechen lassen. Österreichs letzter Europacup-Starter musste sich bei unwirtlichen Bedingungen in Südschweden mit 0:3 (0:0) geschlagen geben, nachdem er vor der Pause noch gut dagegengehalten hatte. Die Wiener verloren damit auch ihr zweites Gruppenspiel im UEFA-Cup und stehen als Tabellenletzter in Gruppe H bereits unter Siegzwang. Die Tore erzielten Skulasson nach Kopfball-Vorarbeit von Stürmerstar Henrik Larsson (47.) und Omotoyossi (67., 70.).
In den ersten 45 Minuten hatte die Austria bei immer stärker werdendem Regen gut mitgespielt, doch kurz nach Seitenwechsel folgte die kalte Dusche. Larsson, der davor bei den Innenverteidigern Bak und Schiemer gut aufgehoben gewesen war, hatte genug Platz, um per Kopf auf Skulasson abtropfen zu lassen. Der Isländer schoss trocken ein. Danach war es auch um die davor stetig angewachsene Sicherheit in der Austria-Defensive geschehen.
Omotoyossi traf in der 67. Minute erst nach ungewollter Vorarbeit von Larsson, der den Ball nicht richtig getroffen hatte. Drei Minuten später wurde der Stürmer aus dem Benin im Strafraum völlig alleingelassen und scorte auch noch per Flugkopfball. Die einzige ernsthafte Ausgleichschance hatten die Wiener, die von rund 300 Fans in den Norden begleitet worden waren, durch einen Schuss von Troyansky vorgefunden (60.). Ansonsten waren sie nach der Pause im Spiel nach vorne kaum vorhanden.
Dabei hatte Georg Zellhofer auch ohne seine Stützen Safar, Blanchard, Kuljic (alle verletzt) und Sariyar (gesperrt) mit einer relativ offensiven Aufstellung überrascht. Neben dem Sturmduo Okotie/Aigner brachte der Austria-Coach mit Lafata und Acimovic auch zwei offensiv eingestellten Flügelspieler. Dennoch starteten die Schweden etwas besser ins Spiel. Große Torchancen blieben aber vorerst mit Ausnahme eines Schusses von Christopher Andersson, den Ersatztorhüter Fornezzi entschärfte (8.), Mangelware.
Mit Fortdauer der Partie stellten sich die Wiener immer besser auf das Spiel der Schweden ein, die auf dem holprigen und sehr tiefen Boden vorrangig mit langen Bällen operierten. Bis zum folgenschweren Stellungsfehler beim 0:1 hatten Bak und Schiemer UEFA-Cup-Topscorer Larsson (7 Tore im laufenden Wettbewerb) im Griff. Die Wiener hatten vor Seitenwechsel aber auch Glück gehabt, als ein elferverdächtiges Foul von Metz an Makondele ungeahndet blieb (25.).
Nach Pause gelang nichts mehr
Die 15 Minuten vor der Pause hatten der Austria gehört, die gut und gerne selbst in Führung hätte gehen können. Erst hatte Aigner eine Gercaliu-Flanke knapp verfehlt (18.), danach hatte Acimovic auf der linken Seite Platz, agierte aber zu zaghaft (31.). Es folgten sogar zwei Aluminium-Treffer. Erst kratzte ein Standfest-Schuss die linke Außenstange, nachdem sich Okotie links durchgesetzt hatte (39.), in der Nachspielzeit traf Metz nach schöner Kombination über Lafata nur die Latte (45.+2).
Nach Seitenwechsel und dem Führungstor durch Skulasson änderte sich das Geschehen aber schlagartig. Es spielten beinahe nur noch die Schweden, die vor 8.243 Zuschauern im Olympia-Stadion als verdienter Sieger vom Platz gingen. Während Helsingborg mit sieben Punkten aus drei Spielen bereits als Aufsteiger in die Runde der letzten 32 feststeht, müsste die punktelose Austria ihre beiden abschließenden Spiele gegen Panionios Athen (6. Dezember) und bei Galatasaray Istanbul (19. Dezember) gewinnen. Inklusive der Vorsaison haben die Wiener aber bereits sechs UEFA-Cup-Gruppenspiele in Serie verloren.
Ergebnis:
Helsingborgs IF - FK Austria Wien Endstand 3:0 (0:0).
Helsingborg, Olympia-Stadion, 8.243 Zuschauer, SR Anton Genow (Bulgarien).
Tore:
1:0 (47.) Skulasson
2:0 (67.) Omotoyossi
3:0 (70.) Omotoyossi
Helsingborg: D. Andersson - Wahlstedt, Jakobsson, Rönningberg,
Tamboura - Makondele, Dahl (71. Lantz), Skulasson (85. Chansa), C.
Andersson - Larsson, Omotoyossi (89. Karekezi)
Austria: Fornezzi - Standfest, Bak, Schiemer, Gercaliu - Lafata,
Metz (83. Sulimani), Troyansky (83. Ertl), Acimovic - Aigner, Okotie
(72. Mair)
(apa/red)
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