Montag, 26. November 2007

Nach dem Los ist vor dem Los: Nach WM-
Quali gespanntes Warten auf EM-Gruppe

  • Kein Glück im 1. Versuch, Sonntag folgt der zweite
  • ÖFB: Ludwig will WM-Quali mit Heimspiel anfangen

Die erste Auslosung innerhalb einer Woche hat dem österreichischen Nationalteam nicht unbedingt Glück gebracht. Mit Frankreich, Rumänien, Serbien, Litauen und Färöer hat die ÖFB-Auswahl in der WM-Qualifikation für Südafrika 2010 in der Gruppe 7 harte Brocken vorgesetzt bekommen. Auch am Sonntag, wenn in Luzern die Gruppen für die EURO 2008 ausgelost werden, droht ein ähnlich schweres Los.

"Bei der EM haben alle die Qualität von Frankreich oder Rumänien, oder vielleicht sogar noch besser", meinte ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger. Ein Vergleich der Aufstiegschancen in der WM-Qualifikation und der EM-Endrunde fällt dennoch ziemlich ausgeglichen aus, ist Österreich doch Gastgeber der EURO im Juni 2008. "Von der Anzahl der Spiele ist die Qualifikation für die WM vielleicht schwieriger als der Aufstieg ins EM-Viertelfinale. Auswärts wird es dreimal sehr schwer zu punkten, bei der EM haben wir dreimal Heimvorteil", erklärte Hickersberger.

WM-Quali: Termin-Konferenz in Wien
Wie das Programm in der WM-Qualifikation ausschaut, wird sich noch im Dezember entscheiden. Auf dem Wiener Flughafen Schwechat wird eine Terminkonferenz mit Vertretern aller Gegner stattfinden, sollte es da keine Einigung geben, müsste ein Los entscheiden. "Ideal wäre, mit einem Heimspiel anfangen, weil es gut wäre, würden wir gleich Punkte machen, und mit einem Heimspiel aufhören", erklärte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig. Sollte etwa Frankreich bei der EURO weit kommen, wäre ein Start gegen den Vize-Weltmeister eine gute Option, so Ludwig.

Frankreich wird aufgrund des zu erwartenden, großen Interesses im rund 50.000 Zuschauer fassenden Wiener Happel-Stadion ausgetragen werden. Wo die restlichen WM-Qualifikationsspiele in Österreich gespielt werden, wird sich erst entscheiden. "Unsere erste Option sind die EM-Stadien, aber Innsbruck wird ja zurück gebaut", gibt Ludwig Salzburg und Klagenfurt gute Chancen, betont aber auch, dass Graz ("dort wurden wir immer gut aufgenommen") nicht aus dem Rennen ist. Salzburg wäre außerdem mit seinem Kunstrasen ein Kandidat für ein Testspiel, sollte man auch auf den Färöern auf Kunstrasen spielen müssen.

(apa/red)

26.11.2007 17:42