Montag, 26. November 2007

Deutschland über leichtes WM-Los erfreut:
Aber Mord an Peter Burgstaller macht Sorge

  • Gruppengegner können DFB keine Angst einjagen
  • WM 2010 wird im südafrikanischen Winter stattfinden

Die Gegner Russland, Finnland, Wales, Aserbaidschan und Liechtenstein in der WM-Qualifikation können der deutschen Fußball-Nationalmannschaft keine Angst einjagen, der gewaltsame Tod des Österreichers Peter Burgstaller auf einem Golfplatz nahe Durban macht die Deutschen aber mit Blick auf die WM-Endrunde 2010 in Südafrika nachdenklich.

Die WM-Vorfreude war beim deutschen Teammanager Oliver Bierhoff nach dem Südafrika-Kurztripp zur Auslosung getrübt. Der Mord hat die prekäre Sicherheitslage im nächsten WM-Gastgeberland auf traurige Weise in Erinnerung gerufen und wird auch die DFB-Stars vor neue Herausforderungen stellen. "Das wird ein Thema auch für die Spieler sein, weil sie sich nicht so frei bewegen können, wie sie es gewohnt sind, und man schauen muss, dass kein Lagerkoller aufkommt", sagte Bierhoff.

"Man muss auch bedenken, dass die WM im südafrikanischen Winter stattfindet. Die Spieler können nicht bei Sonnenschein im Garten sitzen", sagte Bierhoff. Dazu kommt, dass die WM-Teilnehmern 2010 durch einen neuen FIFA-Beschluss spätestens fünf Tage vor Turnierbeginn in Südafrika eintreffen müssen. Die Möglichkeit, das Klimaproblem durch ein WM-Quartier im benachbarten Wüstenstaat Namibia zu umgehen, ist damit hinfällig.

Ganz gewiss wird der Deutsche Fußball-Bund seinen Stars einen ausführlichen Verhaltenscodex mit auf den Weg geben und Bierhoff kann daran aus eigener Erfahrung mitwirken. Den Verlust von Handy und Reisepass durch einen Taschendieb in Durban kommentierte der Ex-Profi, der zuletzt schon mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Südafrika bereist hatte, aber durchaus selbstkritisch. "Man muss nicht nachlässig sein. Man sollte die Regeln, die hier angesagt werden, auch einhalten", sagte Bierhoff.

(apa/red)

26.11.2007 12:58