Kein Einmischen in Verfassungsreferendum von USA-Seite: Sonst gibt's kein Öl mehr
- Venezuelas Präsident Chavez drohte USA ganz offen
- 10.000e unterstützen ihn auf Massenkundgebung

·Gemeinsam gegen die "böse" Weltmacht
Chavez und Ahmadinejad
gegen USA verbündet
·Pantherchen Chavez
hat an der Uhr gedreht
Venezuela: Präsident bastelt eigene Zeitzone
·"Warum schweigst Du denn nicht endlich?"
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Venezuela soll soziale Reformen radikalisieren
Der venezolanische Präsident Chavez hat den USA mit einem Stopp der Erdölexperte gedroht, sollte sich Washington in das bevorstehende Verfassungsreferendum einmischen. Bei einer Massenkundgebung seiner Anhänger in Caracas kündigte Chavez die Entsendung der Armee zu den Ölförderanlagen an, um mögliche "Zwischenfälle" am Tag der Abstimmung zu verhindern.
"Ich habe das Verteidigungsministerium angewiesen, die Pläne zum Schutz der Erdölfelder und Raffinerien zu aktivieren", sagte der Präsident. Ab sofort würden die Anlagen vom Militär kontrolliert. Der linkspopulistische Staatschef forderte zudem eine Entschuldigung des spanischen Königs Juan Carlos, der Chavez während des Iberoamerikansischen Gipfels zum Schweigen aufgefordert hatte.
Dank Abstimmung zur mehrfachen Wiederwahl?
Das Referendum über die Verfassungsänderung findet am Sonntag statt. Der zur Abstimmung stehende Text schlägt unter anderem eine Verlängerung der Amtszeit des Staatsoberhaupts von sechs auf sieben Jahre und die Möglichkeit seiner mehrfachen Wiederwahl vor. Außerdem soll der sogenannte "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" in Venezuela in der Verfassung verankert werden.
An der Massenkundgebung für Chavez und die von ihm geplante Verfassungsreform nahmen zehntausende Menschen teil. Auf der zentralen Avenida Simón Bolívar riefen die überwiegend rot gekleideten Demonstranten Parolen wie "Ja, mit Chávez!" und "Für immer: Chávez! " Die Unterstützer des linkspopulistischen Staatschefs waren aus zahlreichen Regionen des südamerikanischen Landes angereist. Ihr Ziel war es, eine größere Kundgebung zustande zu bringen als die Opposition. Diese hatte am Donnerstag am gleichen Ort ebenfalls zehntausende Menschen gegen Chavez und sein Projekt auf die Straße gebracht. (APA/red)
