Tödlicher Autounfall in Südafrika: Mehrere Österreicher sterben bei schwerem Crash
- Wagen streifte Brücke und stürzte in Letaba-Fluss
- Auch deutsche Staatsbürgerin unter Todesopfern

·Krüger-Nationalpark: Ein Viertel Österreichs
Seit mehr als 100 Jahren Wahrzeichen Südafrikas
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Südafrika sind drei Kärntner und ein in Deutschland lebendes Ehepaar ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich im Krüger-Nationalpark. Unter den Toten befindet sich laut dem Sprecher des Außenministeriums in Wien, Peter Launsky-Tieffenthal, ein Ehepaar aus Villach und eine Klagenfurterin. Ein Mann aus der Kärntner Landeshauptstadt habe den Unfall leicht verletzt überlebt.
Ein weiteres verunglücktes Ehepaar dürfte in Hamburg gelebt haben, wobei der Mann vermutlich in Innsbruck geboren wurde und österreichischer Staatsbürger gewesen war. Alle Autoinsassen dürften im Alter von etwa 70 Jahren sein.
Überlebender unter Schock
Der einzige Überlebende sei der Lebenspartner der verstorbenen Klagenfurterin, der am Steuer gesessen war. Er dürfte bei dem Unfall nur leicht verletzt worden sein, stehe aber noch unter Schock und müsse daher medizinisch betreut werden, so Launsky-Tieffenthal. Der Konsul der österreichischen Botschaft, Klaus Reisner, werde nun mit dem Klagenfurter im Krüger-Nationalpark zusammentreffen, um über die Heimreise des Mannes Absprache zu halten. Reisner müsse auch die Leichen identifizieren.
Unfallhergang
Der Unfall hat sich am Phalaborwa-Tor, im Osten der Provinz Limpopo, ereignet. "Die Urlauber wollten von dort aus weiter zum Mopani-Camp", erklärte Park-Sprecher William Mabasa gegenüber der dpa. An einer Brücke sei der Wagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Letaba-Fluss gestürzt, der zur Unfallzeit nur wenig Wasser geführt habe. Unklar blieb, was den Unfall herbeigeführt hat. Nach ersten Erkenntnissen kamen die Insassen durch den Aufprall ums Leben.
Ein Manager der Parkleitung drückte den Angehörigen sein Beileid aus, warnte aber zugleich Touristen, die Entfernungen innerhalb des Tierparadieses zu unterschätzen. Mitunter führen die Parkbesucher viel zu schnell, um noch vor Einbruch der Dunkelheit eins der Nachtquartiere oder den Ausgang zu erreichen, berichtete die dpa. Im Park gilt für Besucher-Autos mit Blick auf die Sicherheit von Mensch und Tier eine maximale Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Der Leiter des Nationalparks, Bandili Mkhizi war indes mit dem Helikopter zum Unglücksort geflogen, wie sein Sprecher Raymond Travers der APA mitteilte.
(apa/red)
