Sicherheit auch ohne Grenze zu Slowenien: 250 Beamte für mobile Kontrollen zuständig
- Schwerpunkte: Autoschieberei und Drogenschmuggel
- Arbeitsweisen teils von Österreichern "abgeschaut"

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Die slowenische Polizei sieht sich für den Wegfall der stationären Kontrollen an den künftigen Innengrenzen mit Österreich, Italien und Ungarn gut gerüstet. Die Sicherheitslage im Inneren des Landes werde sich dadurch nicht verschlechtern, versicherte der Leiter der Grenzpolizei, Danijel Lorbek, der die neuen Sicherheitsmaßnahmen vorstellte. Dafür werden rund 250 Polizeibeamte sorgen, die in Form mobiler Einheiten den Grenzraum überwachen werden.
Diese Polizeibeamten werden in sechs Einheiten in Maribor (Marburg), Murska Sobota (Olsnitz), Kranj (Krainburg), Nova Gorica (Neu-Görz), Koper und Ljubljana (Laibach) stationiert sein. Während die anderen Einheiten an der EU-Binnengrenze liegen werden, sei die Laibacher Einheit wegen der Lage der slowenischen Hauptstadt nötig, denn hier kreuzten sich alle wichtigen Verkehrswege, erklärte Lorbek. Die Posten in den Einheiten werden mit jenen Polizeibeamten besetzt, die nach dem Schengen-Beitritt von den Grenzen abgezogen werden.
Der Schwerpunkt der Arbeit der Einheiten wird im Bereich der illegalen Einwanderung, der Autoschieberei, des Drogenschmuggels und der organisierten Kriminalität liegen. Dafür werden die mobilen Einheiten auch technisch ausgerüstet, z.B. mit Wärmebildkameras, Sprengstoffdetektoren, Nachtsichtgeräten und Laser-Messgeräten. Jede der sechs Einheiten wird auch mit einem speziellem Fahrzeug ausgestattet sein, das an das Schengen-Informationssystem angeschlossen ist. Sie werden vor allem an den Hauptverkehrswegen auf Streife sein, aber auch im internationalen Zugverkehr durch Slowenien eingesetzt werden.
Bei den Ausgleichsmaßnahmen habe sich die slowenische Polizei bei Österreich und Deutschland das Vorbild genommen, betonte Lorbek. Von den österreichischen Kollegen seien vor allem die Arbeitsweisen und der Ermächtigung der Polizeibeamten abgeschaut worden, so der Grenzpolizeichef. Außerdem habe die Polizei schon zu Hause Erfahrungen mit einer mobilen Spezialeinheit für die Überwachung der Staatsgrenze gesammelt. Diese Einheit, die seit 2002 auf dem ganzen Gebiet Sloweniens im Einsatz ist, wird auch weiterhin tätig bleiben.
(apa/red)
