Ebola-Virus ist in Uganda ausgebrochen:
Krankheit forderte bereits zahlreiche Opfer
- Epidemie brach nahe der Grenze zum Kongo aus
- Ebola-Fieber verläuft in den meisten Fällen tödlich

In Uganda sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 16 Menschen am Ebola-Fieber gestorben. Insgesamt sei das Virus bisher bei 51 Menschen nachgewiesen worden, teilte ein Ministeriumssprecher in Kampala mit. Die Epidemie brach in der Nähe der Grenze zum Kongo aus.
Dort war es vor einigen Wochen ebenfalls zu einem Ausbruch des mit inneren Blutungen einhergehenden Fiebers gekommen. Die betroffenen Dörfer lagen allerdings im Landesinneren, nicht in der Nähe der ugandischen Grenze.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kampala wurden bereits Quarantänestationen zur Isolierung der Patienten eingerichtet. Ein Krisenplan trat in Kraft, Kontaktpersonen der Ebola-Infizierten würden gesucht und untersucht. Alle Ärzte in der betroffenen Region wurden aufgerufen, auf alle Signale wie hohes Fieber und Durchfall zu achten, die häufig am Anfang einer Ebola-Erkrankung stehen.
Neuer Subtypus
Die Ebola-Seuche im Westen Ugandas ist offenbar von einem bisher unbekannten Subtypus des Virus ausgelöst worden. Das hätten Labortests in Uganda und den USA ergeben, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bei dem Erreger handle es sich vermutlich nicht um einen der vier bekannten Subtypen. Er habe andere Symptome zur Folge, darunter offenbar Erbrechen, sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl in Genf.
Der WHO-Experte Pierre Formenty sagte, der Virus könnte möglicherweise eine mildere Ebola-Variante auslösen. Noch sei dies aber nicht bestätigt. Die hämorrhagische Fieberkrankheit ist höchst ansteckend und führt wegen hohen Blutverlusts meist zum Tod. Das Virus wird über Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch übertragen. Seit der Entdeckung des Ebola-Erregers 1976 im Kongo und Sudan kostete die Krankheit nach WHO-Angaben mehr als 1.000 Menschen das Leben.
(apa/red)
