Dienstag, 27. November 2007

Isländer leben am allerlängsten: Bericht der UNO bestätigt Top-Entwicklung der Insel

  • Heimat der Geysire verwies Norwegen auf Platz Zwei
  • Sierra Leone gilt als am wenigsten entwickeltes Land

Island führt erstmals die Liste der am höchsten entwickelten Länder der Erde an und hat damit Norwegen überholt, das seit sechs Jahren an der Spitze des HDI (Index der menschlichen Entwicklung) stand. Das geht aus dem Jahresbericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen UNDP hervor. Österreich nimmt von 177 Ländern Platz 15 ein. Als das am wenigsten entwickeltes Land gilt Sierra Leone.

Während demnach in Ländern wie Brasilien, China und Indien der Entwicklungsstand in den vergangenen 30 Jahren gestiegen ist, geht es 16 Ländern schlechter als 1990 - den Ländern Sambia, Simbabwe und dem Kongo sogar schlechter als vor 1975. Erstmals seien alle 22 Länder mit "niedrigstem Entwicklungsstand" in Schwarzafrika angesiedelt. In zehn dieser Nationen werden zwei von zehn Kindern keine 40 Jahre alt, in Sambia sogar jedes zweite Kind. Im Vergleich dazu erreichen in den 20 Ländern mit dem höchsten Entwicklungsgrad neun von zehn Kindern ihren 60. Geburtstag.

HDI konzentriert sich auf Lebenserwartung
Der HDI vergleicht seit 1990 den Entwicklungsstand in den Mitgliedsländern der Vereinten Nationen. Im Gegensatz zum Ländervergleich der Weltbank, der die Kaufkraft pro Einwohner eines Landes vergleicht, konzentriert sich der HDI auf die Lebenserwartung, den Bildungsgrad und das Einkommen. Der UNDP-Bericht "Den Klimawandel bekämpfen: Menschliche Solidarität in einer geteilten Welt" wurde am Dienstag in New York und Brasilia (Brasilien) veröffentlicht. (APA/red)

27.11.2007 13:39