Schwere Kämpfe im EU-Einsatzgebiet: Armee tötet hunderte Rebellen nahe Darfur
- Beide Seiten beanspruchen Sieg bei Gefechten für sich
- PLUS: Einsatz im Krisengebiet wurde verschoben

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Schritt nach vorne'
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Im Osten des Tschad nahe an der Grenze zur westsudanesischen Krisenprovinz Darfur sind schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen ausgebrochen. Beide Seiten beanspruchten den Sieg für sich, berichtete der britische Rundfunksender BBC. Die Armee behauptete, in den stundenlangen Kämpfen hunderte Rebellen getötet und mehr als 50 ihrer Fahrzeuge erbeutet zu haben. Dagegen sagte ein Rebellenführer, er habe 17 seiner Kämpfer verloren, während mehr als 100 Regierungssoldaten getötet worden seien.
In dem Kampfgebiet östlich der Provinzkleinstadt Abéché soll vom kommenden Jahr an das Einsatzgebiet der EU-Friedenstruppe sein. Die 4.000 Friedenshüter - unter ihnen auch 160 Soldaten des österreichischen Bundesheers - sollen insbesondere die Grenze zum Sudan sichern, um, eine Ausweitung des Darfur-Konflikts zu verhindern. Der französische Rundfunksender RFI berichtete am Dienstag, in Abéché sei in einer französischen Militärbasis ein Lazarett eingerichtet worden, in dem Dutzende schwer verwundete Soldaten behandelt würden.
Zuvor hatten Rebellenorganisationen den vor einem Monat in Libyen vereinbarten Waffenstillstand für beendet erklärt. Ein Sprecher der Rebellenorganisation Vereinte Kräfte für Demokratie und Entwicklung (UFDD) sagte, die Regierungstruppen hätten die Kämpfe begonnen. Die Rebellen warfen der Regierung zudem vor, den Friedensprozess nicht ausreichend unterstützt zu haben.
(apa/red)
