Samstag, 1. Dezember 2007

Drohungen der Tschad-Rebellen gegen Österreich: Sprecher im "profil"-Interview

  • "Wir betrachten die europäischen Soldaten als Feinde"
  • Boulmaye wirft EUFOR Einmischung in Konflikt vor

Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in seiner nächsten Ausgabe ein Interview mit Mahamat Hassane Boulmaye, dem Sprecher der Rebellenfraktion UFDD (Vereinigte Kräfte für Demokratie und Entwicklung), in dem dieser die EUFOR-Truppen als "Feinde" bezeichnet. Diese Warnung gelte auch für die österreichischen Soldaten: "Wie sollen unsere Kämpfer zwischen einem Weißen aus Frankreich und einem Weißen aus Österreich unterscheiden? Wir betrachten die europäischen Soldaten als Feinde, egal ob Franzosen oder Österreicher".

Die Rebellen werfen der EUFOR vor, sich in den internen Konflikt im Tschad einzumischen: "Für uns sind in dieser Situation alle europäischen Einheiten auf unserem Territorium Feinde, denn sie sind gekommen, um den Diktator Idriss Deby (den Staatspräsidenten des Tschad, Anm.) zu verteidigen." Die Entsendung der EUFOR in den Tschad sei ein "feindlicher Akt".

Die UFDD stellt nach Angaben Boulmayes 7000 Mann und kontrolliert das Gebiet südlich der Stadt Iriba, in deren Umgebung die Bundesheersoldaten zum Schutz mehrerer Flüchtlingslager vorgesehen sind. "Ich weiß nicht, wie die österreichischen Truppen dorthin entsandt werden sollen", sagt Boulmaye gegenüber "profil" und erklärt: "Man muss durch unsere Stellungen bei Am Zoer."

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen "profil"!

1.12.2007 12:00