"Alles vorstellbar - außer Homosexualität":
Neo-Asfinag-Vorstand vergreift sich im Ton
- Schierhackl bedauert inzwischen seine Aussage
- Schwulenvertreter sprechen von "Beleidigung"

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Eine Bemerkung des neuen Asfinag-Vorstandes Klaus Schierhackl im Zuge einer Pressekonferenz der staatlichen Autobahnfinanzierungsgesellschaft hat kurz die Wogen hochgehen lassen. Schierhackl hatte auf Nachfrage zu den künftigen Plänen der Asfinag gemeint: "Ich hab mir noch alles vorstellen können, außer Homosexualität, das könnte ich mir nicht vorstellen." Später hat Schierhackl dann in einer Aussendung seine Bemerkung bedauert.
Die Wortmeldung des neu bestellten Managers hat zu einer kritischen Reaktion der Homosexuelle Initiative Wien (Hosi) geführt. HOSI-Wien-Obmann Christian Högl sprach von einer "Beleidigung von Lesben und Schwulen". Er erinnerte Schierhackl daran, dass es möglicherweise auch unter den Kunden und Mitarbeitern der Asfinag Homosexuelle gebe, für die der Asfinag-Chef zuständig ist.
Marco Schreuder, Sprecher der "Grünen Andersrum", zeigte sich ebenfalls empört: "Das ist Homophobie in reinster Form. Ein Manager eines öffentlichen Unternehmens hat solche beleidigenden Äußerungen zu unterlassen. Immerhin hat er sich mittlerweile dafür entschuldigt."
Die Asfinag stellte am Nachmittag klar: "Sollte Herr Schierhackl mit dieser rein persönlichen Aussage jemanden verletzt habe, bedauert er diesen Spruch. Das war keineswegs seine Absicht." (APA/red)
