Bankräuber im Visier von Polizei & Banken:
Vermehrt Sicherheitsmaßnahmen im Advent
- Top-Strategien: Ergreiferprämien & private Security
- Unerwartete Fahndungsfotos mit unsichtbarer Kamera
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Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen gegen Überfälle in der Adventszeit haben Banken, Wirtschaftskammer Wien und Polizei beschlossen: Bei einem Sicherheitsgipfel wurden unter anderem bessere Kommunikation zwischen den Filialen und der Exekutive sowie die Auslobung von Ergreiferprämien und der Einsatz privater Sicherheitskräfte geplant, hieß es in einer Aussendung.
Die Banken werden ab sofort stärker in Fragen der Überwachung kooperieren und private Sicherheitsdienste einbinden. Dazu wurde ein eigener Überwachungsplan mit der Polizei abgestimmt. Die Exekutive wiederum verstärkt und verdichtet ihren Streifendienst. Durch automatische Alarmauslösungen und Direktverbindungen zur Polizei werden Informationen noch rascher an die Einsatzkräfte übermittelt, die wiederum ihre Anfahrtspläne optimiert.
Top: Nicht sichtbare Kamerasysteme
Am weiteren Ausbau von Kamerasystemen wird gearbeitet, wobei der Trend in Richtung nicht sichtbarer Kamerasysteme mit hoher Auflösung beibehalten wird. Weiters sollen mehrere neue technische Systeme erprobt werden. Damit wird sich eine eigens eingerichtete Gruppe aus Polizei- und Bankenvertretern befassen und die Ergebnisse beim nächsten Sicherheitsgipfel im Februar präsentieren.
Räuberpech: Geklaute Durchschnittsbeträge sinken
Dass die vergangenen Sicherheitsmaßnahmen schon gefruchtet haben, zeigt unter anderem, dass die Durchschnittsbeutesumme deutlich zurückgegangen ist. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass die Banken immer weniger Bargeld vorrätig halten und verstärkt automatische Kassentresore verwenden, berichtete die Wirtschaftskammer. Das vorrätige Bargeld soll noch einmal reduziert werden. Auch das Aussetzen von Belohnungen für Hinweise auf die Täter hat sich bewährt und solle bei den Ermittlungen stärker eingesetzt werden.
Überfälle in Wien boomen
Wien verzeichnet derzeit ein Rekordhoch an Überfällen auf Banken und Postfilialen. Diese Woche gab es bereits das 71. derartige Delikt. Der bisherige Höchststand mit insgesamt 68 Delikten stammte erst aus dem Vorjahr. (APA/red)
