Neuer Verdacht auf Kindesmisshandlung:
Baby mit Oberschenkelbruch eingeliefert
- Eltern zogen mit Widerspruchen Verdacht auf sich
- Vierter erschütternder Fall innerhalb weniger Wochen

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Der Misshandlungsfall erregt die Öffentlichkeit
Wegen des Verdachtes der schweren Kindesmisshandlung sind in der Stadt Salzburg die Eltern eines vier Monate alten Babys verhaftet worden. Das bestätigte der Chef der Landeskriminalabteilung, Oberst Albert Struber.
Die kleine Elma liegt mit einem Oberschenkelbruch im Salzburger Landeskrankenhaus. Die Ärzte entdeckten zwei ältere Brüche, deren Ursache die Eltern des Kindes - sie stammen aus Bosnien-Herzegowina - ebenfalls nicht erklären konnten.
Laut einem Gutachten der Salzburger Gerichtsmedizin handelt es sich eindeutig um Kindesmisshandlung. Den Verdächtigen wird schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Baby schon länger in Behandlung
Die 28-jährige Mutter hatte ihr Kind am 11. November ins Spital gebracht. Dort entdeckten die Ärzte der Kinderchirurgie nicht nur einen Oberschenkelbruch am rechten Bein, sondern eine alte Fraktur am linken Oberschenkel und einen ebenfalls schon länger zurückliegenden Bruch an der Speiche des rechten Unterarms.
Verdacht nach Widersprüchen
Von den Ärzten zu den Verletzungen befragt, verstrickten sich die Mutter und der 43-jährige Vater des Babys in Widersprüche. Das Landeskrankenhaus alarmierte die Polizei und das Jugendamt. Bei der Staatsanwaltschaft ging am 14. November die Anzeige wegen des Verdachtes der Kindesmisshandlung ein. Sofort wurden gerichtliche Voruntersuchungen eingeleitet.
Am 19. November stellte die Staatsanwaltschaft einen Haftantrag, der aber von der Untersuchungsrichterin noch abgelehnt wurde. Dann erhielt die Gerichtsmedizin Salzburg sämtliche Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder. Das alarmierende Ergebnis des gerichtsmedizinischen Gutachtens wurde der Staatsanwaltschaft übermittelt. Auf Antrag des Gerichts ist nun der Haftbefehl erteilt worden.
Die Eltern von Elma befanden sich zur Einvernahme in der Polizeidirektion Alpenstraße, als sie verhaftet wurden. "Das verletzte Kind bleibt vorerst unter Aufsicht der Klinik", sagte Sylvia Fink vom Salzburger Jugendamt. (apa/red)
