Neuer Verdacht auf Kindesmisshandlung: Zwillinge verletzt ins Spital eingeliefert
- Schütteltraumen bei fünf Monate alten Mädchen
- Dritter erschütternder Fall innerhalb weniger Wochen

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Zu spät: Haben offizielle Behörden völlig versagt?
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"Fall Luca" gezogen
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Der Misshandlungsfall erregt die Öffentlichkeit
In Tirol gibt es möglicherweise einen weiteren Fall von Kindesmisshandlung. Nach Angaben der Polizei seien zwei fünf Monate alte Mädchen aus dem Raum Landeck betroffen. Die Zwillinge seien mit entsprechenden Symptomen im Krankenhaus betreut worden. Nach der Behandlung des ersten Kindes sei in den vergangenen Tagen dann auch die Schwester eingeliefert worden.
Die beiden im Juni geborenen Kinder könnten Schütteltraumen erlitten haben. Nach einer Anzeige der zuständigen Bezirkshauptmannschaft habe die Staatsanwaltschaft die Polizei um Ermittlungen ersucht. Die Zwillinge seien in Obhut der Eltern, das Jugendamt kümmere sich um die Familie.
Ermittlungen laufen an
Laut Polizei seien die Ermittlungen noch im Laufen. Neben Gewalteinwirkung könnte auch ein genetischer Defekt infrage kommen. Die vom Krankenhaus übermittelten Berichte würden geprüft. Bis wann die Erhebungen abgeschlossen werden können, war noch unklar.
Im Visier der Beamten sind offenbar die Eltern der Zwillinge. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft stehe mit der Familie in Kontakt, hieß es. Die Kinder sind in der Obhut der Eltern.
Jüngste Misshandlungsfälle
Anfang November war das Schicksal des kleinen Luca bekanntgeworden. Der aus Tirol stammende Bub war in einem Wiener Krankenhaus an den Folgen einer Gehirnblutung gestorben. Der Freund der Kindesmutter sitzt seither in U-Haft.
In der vergangenen Woche war ein 22-Jähriger aus Imst angezeigt worden. Dessen sieben Monate alte Tochter hatte ebenfalls ein Schütteltrauma erlitten. (APA/red)
