Deutlich mehr Alko-Unfälle in Punschzeit: Wirkung des Getränks wird oft unterschätzt
- Schon nach einem Glas hat man 0,2 bis 0,4 Promille
- Bis Ende September um 10 Prozent mehr Alko-Unfälle

·Verkehrsstrafen in Italien enorm erhöht
Rasen, Alk am Steuer & telefonieren werden teuer
·Autofahren unter Medikamenteneinfluss
Mögliche Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit
·Härtere Strafen für Verkehrssünder fix
Alkohol und Handy am Steuer kommt teurer
Die Punschzeit treibt laut einer Untersuchung die Anzahl der Alkohol-Unfälle in die Höhe. Die Wirkung des alkoholischen Heißgetränks werde immer noch von vielen unterschätzt, da durch den hohen Zuckergehalt der Alkohol sehr schnell ins Blut gehe. Im Vorjahr sind allein im Dezember 299 Menschen bei von Alko-Lenkern verursachten Unfällen verletzt worden. Sieben Unfallopfer starben.
"Alkohol am Steuer ist jetzt in den Wochen bis Weihnachten ein deutlich größeres Problem als in anderen Monaten", sagte Martin Blum vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Eine Untersuchung zeige, dass in der Punschzeit der Anteil der Alkoholunfälle am höchsten sei. Ein einziger Punsch habe zwischen fünf bis zehn Prozent Alkoholgehalt. Da reiche ein Glas, um den Spiegel auf 0,2 bis 0,4 Promille ansteigen zu lassen. "Schon ab 0,3 Promille verringern sich Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. Mit 0,5 Promille erhöht sich das Unfallrisiko auf das Doppelte", erklärte Blum.
Mehr Alko-Fahrer
In der Vorweihnachtszeit sei der Anteil der von betrunkenen Autofahrern verursachten Verkehrsunfälle überdurchschnittlich hoch. Acht Prozent werden in diesen Wochen von Alko-Lenkern verursacht, im Jahresdurchschnitt sind es 6,5 Prozent. Außerdem sei die bisherige Entwicklung 2007 alarmierend. Es habe bis Ende September um zehn Prozent mehr Unfälle durch Alkohol am Steuer gegeben als im Vorjahr. Die Zahl der Todesopfer sei sogar um 26 Prozent gestiegen. (APA/red)
