Freitag, 23. November 2007

Sommertourismus erlebte heuer ein Plus:
16,7 Mio. Touristen besuchten Österreich

  • Gäste verbrachten in Österreich rund 61 Mio. Nächte
  • Leichte Nächtigungszuwächse bei deutschen Gästen

Höchst erfreulich ist die Bilanz der Sommersaison 2007 für Österreichs Tourismus: Von Mai bis Oktober sind 16,7 Mio. Urlauber nach Österreich gereist, um 4,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Gäste verbrachten hier insgesamt rund 61 Mio. Nächte und lagen damit im Saisonenvergleich etwas über der Wintersaison 2006/07 (59,4 Mio. Nächtigungen). Erstmals seit drei Jahren gab es zwar wieder leichte Nächtigungszuwächse bei deutschen Gästen (+1,7 Prozent), von einer "Rückkehr der deutschen Sommerfrischler" kann aber keine Rede sein, zeigen die aktuellen Zahlen der Statistik Austria.

Deutsche Urlauber bilden mit einem Anteil von 38,7 Prozent in der Nächtigungsstatistik weiterhin den wichtigsten touristischen Herkunftsmarkt für den heimischen Tourismus. Die Hoteliers und Beherbergungsbetriebe haben in den Sommermonaten 23,6 Mio. Übernachtungen deutscher Gäste gezählt. An die 19 Mio. Übernachtungen gingen auf das Konto von inländischen Touristen (+4 Prozent).

Trotz des relativ hohen Anteils sind die deutschen Gäste aber weiterhin eine Art Sorgenkind des Sommertourismus. Denn verglichen mit den Sommermonaten 1998, wo noch 28,1 Mio. Nächtigungen auf das Konto der deutschen Nachbarn gingen, sind die Nächtigungszahlen im langjährigen Vergleich um 16 Prozent zurückgegangen. Insgesamt sind die Nächtigungen der Urlauber in Österreich in den vergangenen neun Jahren um nur 0,5 Prozent weniger geworden.

Zuwachs bei Inländern und Italienern
Die Einbrüche deutscher Gäste seit 1998 ausgeglichen haben mehr Inländernächtigungen (+9,1 Prozent) sowie kräftige Zuwächse bei Nächtigungen von Italienern (+11,8 Prozent), Niederländern (+19,4 Prozent) und Schweizern (+27,7 Prozent).

Auch heuer im Sommer gab es wieder ein kräftiges Nächtigungsplus bei Touristen aus den Niederlanden (+9,1 Prozent), der Schweiz (+5,7 Prozent) und Belgien (+4,9 Prozent).

Der Trend zu kürzeren Reisen setzt sich ungebrochen fort: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erreichte in der heurigen Sommersaison mit 3,7 Tagen einen neuen Tiefstwert. Vor neun Jahren blieben die Gäste noch durchschnittlich 4,3 Tage. "Menschen verreisen öfter im Jahr, bleiben aber kürzer", sagte der Tourismus-Experte der Statistik Austria, Peter Laimer, zur APA. Der Städte- und Wellness-Tourismus - etwa über ein verlängertes Wochenende - trage dem Rechnung.

Dauer der Aufenthalte kürzer
Während die Ankünfte in Österreich mit über 16,7 Millionen heuer ein "Allzeithoch" bedeuten - 1998 waren es noch 14,2 Millionen - sinkt die Dauer der Aufenthalte kontinuierlich. Mit insgesamt 61 Mio. Übernachtungen habe man zwar heuer beinahe das Niveau des Spitzensommers 2003 (rund 61,1 Millionen) erreicht. Die höchste jemals erhobene Nächtigungszahl war aber im Sommer 1980 mit 78,2 Mio. Nächtigungen verbucht worden.

Für das Gesamtjahr 2007 rechnen die Experten der Statistik Austria mit einem weiteren Rekordjahr. Von Jänner bis Dezember könnten an die 120 Mio. Nächtigungen erreicht werden, bei mehr als 30 Mio. gezählten Ankünften.
(apa/red)

23.11.2007 12:50