Mittwoch, 2. Jänner 2008

Ein großer Bruder hemmt die Fortpflanzung:
Buben-Erziehung verlangt Müttern mehr ab

  • Frauen mit großem Bruder bekommen weniger Kinder
  • "Geo"-Studie basiert auf finnischen Kirchenannalen

Wer einen großen Bruder hat, bekommt einer Studie zufolge weniger Kinder als Frauen mit einer älteren Schwester. Auf diese Korrelation sind Wissenschaftler der Universität Sheffield gestoßen, die finnische Kirchenannalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert durchforstet haben, wie das Magazin "Geo" am Sonntag vorab berichtete.

Die Ergebnisse basieren auf der Fortpflanzungsgeschichte von 521 finnischen Frauen, ihren 1.721 Kindern und 2.789 Enkeln.

Als Grund vermutet der Leiter der Studie, Ian Rickard, dem Bericht zufolge, dass es einer Mutter mehr abverlangt, einen Buben zu gebären und großzuziehen als ein Mädchen. Die dadurch reduzierte Zuwendung zu den später Geborenen "mag die frühe physiologische Entwicklung der jüngeren Kinder beeinträchtigen, einschließlich jener Faktoren, die für die Fortpflanzung wichtig sind", wird Rickard zitiert. Andere Studien belegten laut "Geo" bereits, dass Mütter von Töchtern länger leben als jene von Söhnen. (apa/red)

2.1.2008 15:09