Österreich wollte von EU halbe Milliarde
für Koralmtunnel: EU lässt Wien abblitzen!
- Barrot: "Leider habe ich aber nur 112 Millionen Euro"
- Wien bekomme aber im Vergleich "sehr viel Geld"
·Nächster Schritt für Brenner-Tunnel-Bau
Österreich und Italien unterzeichnen Abkommen
Österreich hat für den Bau des Koralmtunnels bei der EU-Kommission fast eine halbe Milliarde Euro beantragt. "Leider habe ich aber nur 112 Millionen Euro zur Verfügung", erklärte Verkehrskommissar Jacques Barrot im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments, warum dieses Projekte, ebenso wie viele andere in den Finanzierungsvorschlägen der Kommission für wichtige Transeuropäische Verkehrsprojekte (TEN) leer ausgegangen ist.
Projekte, die nicht auf einer der 30 prioritären "Korridore" liegen, wie der Koralmtunnel, konnten von vornherein nur auf Geld aus dem Einjahresprogramm hoffen. In diesem Topf standen für 2007, allerdings nur die von Barrot genannten 112 Mio. Euro bereit.
Dass der Koralmtunnel keine Zuschüsse aus Brüssel bekommt, liegt nach Ansicht des Verkehrssprechers der ÖVP-Delegation im EU-Parlament Reinhard Rack allerdings nicht nur an den knappen Summen, über die die EU-Kommission im Finanzrahmen 2007 bis 2013 für TEN verfügt. "Es liegt auch an einer Antragstellung, die nicht darauf Rücksicht genommen hat", so Rack.
Grundsätzlich lobte er die Entscheidungen der EU-Kommission. Verkehrskommissar Barrot habe seine Zusage, alles zu tun, um den Brennerbasistunnel höchstmöglich zu fördern, gehalten. Österreich bekomme im Vergleich zu anderen EU-Ländern "sehr viel Geld". Bei Koralmtunnel bzw. Südbahnstrecke könne Österreich weiter auf die Überprüfung der nun ausgewählten Projekte 2010 hoffen. Sollte wegen mangelnder Baufortschritte bei diesen Geld übrig bleiben, werde es neu verteilt. (apa/red)

