Noch keine Entscheidung bei Bösendorfer: BAWAG will sich kein "Ultimatum" setzen
- Verkaufsverhandlungen aber nahe einem Abschluss
- Rennen zwischen Brodmann und Yamaha noch offen
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Der Verkauf der Wiener Klaviermanufaktur Bösendorfer verzögert sich. "Es gibt heute keine finale Entscheidung", sagte BAWAG-Sprecher Thomas Heimhofer im Gespräch mit der APA. Das Thema sei ohne konkretes Ergebnis in der BAWAG-Vorstandssitzung behandelt worden. Über die Gründe für die Entscheidung wollte sich der Sprecher nicht äußern.
Man sei bei den Verkaufsgesprächen "nahe an einem Abschluss", man habe sich selbst aber kein Ultimatum gesetzt, erklärte Heimhofer. Zuvor hatte es geheißen, man erwarte einen Abschluss der Verkaufsgespräche im Lauf dieser Woche. Die mittlerweile vom US-Fonds Cerberus übernommene BAWAG ist Noch-Eigentümerin der Klaviermanufaktur Bösendorfer. Das Rennen zwischen Brodmann Pianos und dem japanischen Konzern Yamaha ist noch nicht entschieden, wobei die Wiener dem Vernehmen nach die besseren Karten haben dürften.
Sollte Brodmann gemeinsam mit der BA-CA-Tochter EK-Fin zum Zug kommen, müssten die Wiener inklusive Schuldenübernahme von rund 7 bis 8 Mio. Euro etwa 15 Mio. Euro aufbringen. Den Großteil würde EK-Fin beisteuern, die damit auch mit rund 70 Prozent beteiligt wäre. Mit an Bord holen wollen die Wiener dem Vernehmen nach auch den Finanzdienstleister Bast AG, an der der Ex-Wiener Börse-Vorstand Stefan Zapotocky 50 Prozent hält. Dieser könnte die 20 Prozent übernehmen, die die BAWAG bei einem Verkauf an Yamaha behalten wollte.
Brodmann-Eigentümer Christian Höferl und sein Partner Colin Taylor sind mit Bösendorfer bestens vertraut. Beide blicken auf eine Bösendorfer-Vertriebsleiter-Manager-Erfahrung zurück. Brodmann produziert derzeit rund 1.500 Klaviere in China.
(apa/red)

