Autocluster streicht 2.000 Arbeitsplätze: Nur Leih-Kräfte von Kündigungen betroffen
- Herstellungszahlen um 40.000 Stück zurückgegangen
- 1.500 Leiharbeiter bei Magna auf bis 250 abgesenkt
Im steirischen Autocluster werden bis Jahresende 2.000 Leiharbeits-Jobs gestrichen - und zwar bei Magna Steyr und bei Zulieferbetrieben. Stammpersonal ist nicht betroffen, berichtet die "Kleine Zeitung". Bei Magna geht die Produktion des Voyager zu Ende und beim bisherigen Volumensmodell, dem BMW X3, schwächle der Absatz.
Die Herstellungszahlen seien von rund 120.000 auf etwa 80.000 Stück zurückgegangen. Neue Produktionsaufträge wie der Mini-Allrad, der BMW X1 oder der Peugeot 308CC seien in der Pipeline, aber noch nicht realisiert.
Von Juli bis Ende September sank laut der "Kleinen" die Autoproduktion in Graz gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent. In Zukunft soll das Produktionsniveau bei jährlich 180.000 Stück gehalten werden, schrieb Magna in ein Förderansuchen für das Projekt Mini-Allrad ans Land Steiermark. 2006 waren es knapp 250.000 Einheiten.
1.500 Leiharbeiter bei Magna auf bis zu 250 abgesenkt
Personal-Leasingfirmen rechnen damit, dass der Bestand von derzeit rund 1.500 Leiharbeitern bei Magna auf bis zu 250 abgesenkt wird. Der Geschäftsführer des AMS-Steiermark, Karl-Heinz Snobe meinte zu "Kleinen Zeitung", seinem Informationsstand nach könnten die Angaben "aus heutiger Sicht" real sein. Mit neuen Produktionsaufträgen würde wieder gut ausgebildetes Personal gebraucht.
Die Mitgliedsbetriebe im Autocluster decken Produktionsspitzen durch Leiharbeiter ab, sagte Geschäftsführer Uwe Galler. Die Auftragslage sei gut, die Produktionsauslastung hoch. Die Autohersteller würden jedoch über schwachen Absatz klagen, die Zahlen bei Neuzulassungen stagnieren. Personalverleihfirmen berichten vom Abbau von rund 650 Leiharbeitern bei Zulieferfirmen.
(apa/red)

